Ein Teppich könnte für Bundesentwicklungsminister Niebel zur Stolperfalle werden. Das handgeknüpfte Schmuckstück hatte Niebel während einer Dienstreise in Afghanistan gekauft - 9 Quadratmeter groß, rund 1000 Euro teuer. Sein Souvenir aus Kabul ließ er mit einem Flugzeug des Bundes-Nachrichtendienstes nach Deutschland bringen - ohne Zoll zu zahlen.
Die SPD fordert von Niebel Aufklärung. Fraktionsgeschäftsführer Oppermann sagte Spiegel Online, er solle erklären, wie er den Schaden beseitigen wolle. Niebel hatte den Teppich Ende März in Kabul gekauft, ihn in seiner Linienmaschine aber nicht mit nach Hause nehmen können. Später wurde der Teppich unverzollt nach Deutschland eingeführt und auf dem Flughafen von Niebels Fahrer abgeholt. Sein Ministerium hat die Panne schon zugegeben und spricht von einem Missverständnis. Eine Nachverzollung sei schon eingeleitet.
Torsten Ortmann hatte für Sie die Einzelheiten - bei uns AM VORMITTAG


