Musik / CD

P.O.D.: Murdered LoveKein Grund zum Feiern

Pünktlich zu ihrem 20-jährigen Bestehen melden sich die Crossover-Metaller von P.O.D. mit "Murdered Love" zurück. Und ja, das Quartett agiert darauf ein wenig härter als auf ihrem letzten, etwas zu gefälligen Vorgänger "When Angels And Serpents Dance" von 2008. Grund zum Feiern gibt es dennoch nicht.

Sorgten auf dem Vorgänger Suicidal-Tendencies-Macher Mike Muir und Riff-Magier Page Hamilton von Helmet für etwas Abwechslung vom manchmal doch etwas öden P.O.D.-Alltag, sind es auf "Murdered Love" nun Sen Dog von Cypress Hill, Rap-Kollege Sick Jacken von Psycho Realm und Hatebreed-Shouter Jamey Jasta, die die Credibility ein wenig hochschrauben sollen.

Was mit Jasta im Opener "Eyez" nur wie ein plump wirkender Hardcore-Ausbruch wirkt, hört sich mit Jackens Beiträgen im biestigen Titelsong schon etwas ausgefeilter an. Am besten harmonieren die kalifornischen Christen-Metaller allerdings mit Sen Dog. Das zwischen Soul-Samples, groovenden Crossover-Hooklines und beherzten Vokal-Duellen agierende "West Coast Rock Steady" gehört zu den wenigen Höhepunkten des Albums. Im Gegensatz zum nachfolgenden, lebensfrohen "Beautiful": Die hehre Botschaft in allen Ehren, aber derart Banales sollte sich eine Band in der zweiten Dekade ihres Bestehens für B-Seiten oder freie Downloads vorbehalten.

Songs des Kalibers "Alive" oder "Youth Of The Nation" aus ihrem Megaseller "Satellite" (2001) bieten P.O.D. anno 2012 aber höchstens andeutungsweise: "Bad Boy" und das als Single ausgekoppelte "Lost In Forever" trumpfen mit guten Riff-Ideen auf, während "Panic & Run" einige bunte Reggae-Einlagen vorweisen kann. All das hilft aber den Songs als Ganzes wenig, da sie sich immer wieder in breit ausgetretenen Pfaden verlieren. Und genau das ist das Problem bei P.O.D.: ihre immer auffälliger werdende Austauschbarkeit, an denen ihre Alben schon seit Jahren kranken. Immerhin wissen die Fans mittlerweile, was sie bei P.O.D. definitiv bekommen: solide Kost ohne große Überraschungen.

Constantin Aravanlis

Audio CD
Bewertungakzeptabel
CD-TitelMurdered Love
Bandname/InterpretP.O.D.
GenreHard&Heavy
GenreCrossover/Metal
Erhältlich ab20.07.2012
LabelRazor & Tie
VertriebSoulfood
Laufzeit40:40
EAN Code0793018333023
Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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