Der "Boss" darf alles? Nicht ganz: Am 14. Juli spielte Bruce Springsteen im Londoner Hyde Park ein Open-Air-Konzert, als ihm um 22.30 Uhr auf einmal der Strom abgedreht wurde. Der Grund: In London herrscht eine rigorose Sperrstunde. Springsteen spielte gerade mit Paul McCartney einen Zugabenblock, indem sie die Beatles-Klassiker "I Saw Her Standing There" und "Twist And Shout" zum Besten gaben. Der letzte Ton von "Twist And Shout" war noch nicht verklungen, als der Veranstalter den beiden Musiklegenden einfach den Saft abdrehte und sie sich nicht mehr bei ihren Fans bedanken konnten. Steven Van Zandt, Gitarrist in Bruce Springsteens E-Street-Band twitterte nach dem Konzert: "An einem Samstagabend! Wen haben wir gestört? Es erinnert ein bisschen daran, wie das Beatles-Dach-Konzert beendet wurde. In 43 Jahren hat sich nichts verändert." Prominente Unterstützung erhalten die Musiker vom Londoner Bürgermeister Boris Johnson, der in einem Radio-Interview mit dem Sender "LBC" den Veranstalter eine Mitschuld gab: "Das klingt für mich nach einer überzogenen Entscheidung. Hätten sie mich angerufen, hätte ich gesagt, dass sie um Himmels willen weiterrocken sollen."
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