Der ehemalige Deep-Purple-Keyboarder Jon Lord ist tot. Er starb am 16. Juli im Alter von 71 Jahren im Kreise seiner Familie in einem Krankenhaus in London. Wie die Betreiber seiner Homepage mitteilten, sei Lord "nach einem langen Kampf mit Bauchspeicheldrüsenkrebs" einer Lungenembolie erlegen. Die Krebserkrankung war 2011 diagnostiziert worden. Der Keyboarder, der durch sein virtuoses Hammond-Orgel-Spiel maßgeblich am großen Erfolg von Deep Purple in den 70er-Jahren beteiligt war, war einer der ersten Musiker, der Hard-Rock mit klassischer Instrumentierung verband. Zu seinen erfolgreichsten mit-geschriebenen Deep-Purple-Hits zählen "Smoke On The Water", "Black Magic Woman" und "Knocking At Your Backdoor". Nach seinem ersten Ausstieg bei Deep Purple 1976 engagierte er sich bei den Blues-Rockern Whitesnake, veröffentlichte Solo-Alben und war ein gefragter Gastmusiker. Noch bis zu seinem Tod arbeitete Lord zusammen mit seinem früheren Band-Kollegen Ian Gillan, dem Gitarristen Tony Iommi (Black Sabbath), Schlagzeuger Nicko McBrain (Iron Maiden), Bassisten Jason Newstedt (Ex-Metallica) und dem HIM-Gitarristen Mikko Lindström an Song-Material für die Supergroup WhoCares, die erst vor Kurzem zwei Lieder ("Out Of My Mind", "Holy Water") für eine Benefiz-CD veröffentlicht hatten. In einem kurzen Nachruf von Lords Familie heißt es: "Jon geht aus der Dunkelheit ins Licht."
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