"Möchtest du diese Rose?" - Mit dieser Frage wurde Paul Janke Anfang des Jahres über Nacht berühmt. Wie oft er sie gestellt hat, weiß der Bachelor selbst nicht so genau. Fest steht: Die Teilnahme an der RTL-Kuppelshow hat ihm zwar nicht die große Liebe, dafür aber jede Menge Aufmerksamkeit beschert. Der 30-jährige Single ist so beliebt, dass RTL ihn wieder auf den Bildschirm zurückholt - die Kölner spendieren Paul Janke während der EM eine eigene Rubrik im Mittagsmagazin "Punkt 12" (montags bis freitags, 12 Uhr). In "Pauls Fußball-Flirt" (ab Freitag, 8. Juni) soll der Hamburger Oberliga-Kicker, der in seiner Jugend acht Jahre lang beim FC. St. Pauli spielte, die Damenwelt in EM-Stimmung bringen. Den Diplom-Kaufmann freut's: Mit Frauen und Fußball kommen in seiner Rubrik schließlich zwei seiner größten Leidenschaften zusammen.
teleschau: Herr Janke, klären wir die wichtigste Frage zuerst: Wird Deutschland Europameister?
Paul Janke: Das kann man nie genau sagen. Aber die deutsche Mannschaft gehört mit zu den Favoriten.
teleschau: Euphorie klingt anders.
Janke: Zu 100 Prozent kann man nicht von einem Sieg ausgehen. Aber wir haben gute Jungs im Team. Und außerdem sind wir eine Turniermannschaft.
teleschau: Das macht dann bitte zwei Euro fürs Phrasenschwein.
Janke: (lacht) Ich weiß, das sagt sich so leicht daher. Aber es stimmt doch: Wenn man die letzten Jahre nimmt, dann kommt man eben zu dem Schluss, dass wir bei Turnieren immer besonders stark sind. Von daher haben wir sicher auch dieses Mal gute Chancen.
teleschau: Um noch mehr Frauen für Fußball zu begeistern, könnte ein EM-Titel sicher nicht schaden, oder?
Janke: Klar, wenn es bei einer Welt- oder Europameisterschaft gut läuft, dann steckt das Männer und Frauen gleichermaßen an. Aber mittlerweile ist es sowieso schon so, dass viele Frauen die wichtigen Spiele der Nationalelf verfolgen.
teleschau: Wie kommt das?
Janke: Das liegt, denke ich, an der Stimmung, die während eines solchen Turniers im Land herrscht. Außerdem spielen in den verschiedenen Nationalmannschaften ja immer ganz nette Jungs mit. Das gefällt der Damenwelt verständlicherweise.
teleschau: Sie glauben, dass es den Frauen vor allem um das Aussehen der Spieler geht?
Janke: So allgemein kann man das nicht sagen. Aber ich würde schon behaupten, dass Männer sich mehr auf das Spiel selbst konzentrieren als die meisten Frauen. Wobei ich mir auch nicht wirklich vorstellen kann, dass sich eine Frau ein EM-Spiel nur anschaut, um zu überprüfen, ob die Frisur von Mario Gomez richtig sitzt.
teleschau: Bei "Pauls Fußball-Flirt" werden Sie unter anderem zeigen, dass man beim Public Viewing gut flirten kann. Kann man das wirklich?
Janke: Sicher. Warum sollte man das nicht können?
teleschau: Weil Männer ein Fußballspiel doch in aller Ruhe verfolgen möchten.
Janke: Die totalen Fußballfans sollte man vielleicht wirklich nicht stören. Aber es gibt doch immer genug Leute, die nicht komplett auf das Spiel fixiert sind. Und überhaupt: Beim Public Viewing treffen Frauen und Fußball aufeinander. Das ist doch ein Traum für jeden Mann!
teleschau: Sofern ihn die Frau nicht gerade beim Elfmeterschießen anspricht ...
Janke: Das wäre wohl wirklich ungünstig. Man muss aufs richtige Timing achten. Es gibt ja auch eine Halbzeitpause. Außerdem ertönt irgendwann der Schlusspfiff. Und das ist dann der beste Flirt-Moment: Schließlich liegen sich Frauen und Männer garantiert in den Armen - ob lachend oder weinend.
teleschau: Wie viele Frauen lagen beim Public Viewing denn schon in Ihren Armen?
Janke: Keine Ahnung (lacht). Aber Fakt ist, dass man dabei eben sehr gut und einfach ins Gespräch kommt.
teleschau: Ist Ihnen dabei eine Frau mit viel Fußballwissen lieber als eine, die nicht weiß, was Abseits ist?
Janke: Für mich persönlich ist es nicht wichtig, dass sich eine Frau super mit Fußball auskennt.
teleschau: Käme für Sie eine Frau in Frage, die mehr Ahnung von Fußball hat als Sie?
Janke: Damit hätte ich kein Problem. Wir Männer sind zwar gerne diejenigen, die von allem die meiste Ahnung haben, aber ich kann durchaus akzeptieren, wenn mir eine Frau in gewissen Dingen einen Schritt voraus ist.
teleschau: Wie groß war denn der Schritt, der Sie vom Sprung in die deutsche Nationalmannschaft trennte?
Janke: (lacht) Ich hatte definitiv viel Talent. Aber ich habe ganz einfach nicht genug daraus gemacht.
teleschau: Bereuen Sie das heute manchmal?
Janke: Nein, mir geht es ja auch so super. Aber wenn ich im Stadion sitze und sehe, wie 60.000 Leute jubeln, kriege ich schon eine Gänsehaut und wünschte, ich würde da unten auf dem Platz stehen. Das ist ja ganz klar.
teleschau: Wo werden Sie denn das erste EM-Spiel der deutschen Mannschaft anschauen?
Janke: Wahrscheinlich ganz gemütlich in einer Bar oder in einem Restaurant. Mit ein paar Freunden.
teleschau: Ganz gemütlich? Sie werden in der Öffentlichkeit doch sicher ständig angesprochen.
Janke: Werde ich, ja. Und auch beim Fußball schauen werden mich sicherlich Leute nach einem Foto fragen. Aber das beruhigt sich nach einer Weile. Und mich stört das auch nicht. Ich genieße das total. Meine Freunde können das mitunter gar nicht nachvollziehen. Viele sagen zu mir: "Paul, für mich wäre das nix."
teleschau: Das wiederum können Sie nicht nachvollziehen?
Janke: Doch. Aber mir macht es eben Spaß. Sicher habe auch ich Momente, in denen ich am liebsten meine Ruhe haben würde. Die sind bislang aber selten. Daher kann ich mit bestem Gewissen sagen, dass die positiven Dinge eindeutig überwiegen.
teleschau: Auch im Hinblick auf die Suche nach der richtigen Frau?
Janke: Es ist auf jeden Fall sehr viel schwerer geworden, eine Frau zu finden, die wirklich an mir als Person interessiert ist. Allerdings bin ich nach wie vor davon überzeugt, dass es möglich ist, diese Dame ausfindig zu machen. Schließlich habe ich ja auch eine gewisse Menschenkenntnis und finde recht schnell heraus, wer es ehrlich mit mir meint.
teleschau: Sie würden sich also jederzeit wieder als RTL-Bachelor zur Verfügung stellen?
Janke: Absolut. In Südafrika hatte ich die acht besten Wochen meines Lebens. Und ich verdanke dem Format ja meine aktuelle Bekanntheit. Hätte ich nicht mitgemacht, würde mich jetzt sicherlich keine RTL-Kamera dabei filmen, wie ich mit einer Frauenrunde ein Fußballspiel anschaue.
teleschau: Werden Sie den Damen nach dem Spiel eigentlich auch Rosen schenken?
Janke: Es kann schon sein, dass ich die ein oder andere Rose dabei haben werde (lacht).
teleschau: Sie können die Dinger noch sehen?
Janke: Ja. Aber natürlich muss ich schauen, dass ich von der Rosennummer auch wieder wegkomme. Irgendwann wäre ich für die Leute gerne der Paul - und nicht mehr nur der Bachelor.
Anna Julia Höhr








