Facebook novelliert derzeit aufgrund von Protesten seiner User regelmäßig die Datenschutzrichtlinien. Doch auch die neueste Aktualisierung stößt bei Experten auf wenig Gegenliebe. In dem überarbeiteten Dokument definiert Facebook sich als "Controller" über die Nutzerdaten. Datenschützern zufolge hieße das, dass allein Facebook entscheidet, wie Pinnwandeinträge, Fotos und Profilinformationen verwertet werden. Zudem will das Unternehmen Nutzerdaten länger speichern als die bislang üblichen 180 Tage. Den genauen Speicher-Zeitraum gab Facebook noch nicht bekannt. Die Initiative "Europe versus Facebook" fordert daher dazu auf, den Änderungen auf der Site Governance von Facebook umgehend zu widersprechen. "Auf den ersten Blick scheint Facebook die von uns aufgedeckten illegalen Praktiken nun einfach 'weiß waschen' zu wollen, indem man sie in die Richtlinie schreibt", erklärt Max Schrems von "Europe versus Facebook". "Das ist natürlich transparenter, aber eigentlich ein Schritt in die falsche Richtung. Viele Fragen bleiben weiterhin offen."
Christina Freko

