YouTube ist die Sicherheit seiner Nutzer offenbar wichtig: Die Streamingplattform bietet ab sofort eine Software an, die Gesichter in Videos unkenntlich macht. "Face Blurring" soll vor allem Menschenrechtsaktivisten dabei helfen, ihre Botschaften anonym per YouTube zu verbreiten. Das Programm kann vor dem Upload des Clips angewendet werden, befindet sich derzeit aber noch in der Testphase. Ein Beweggrund der Aktion sind die jüngsten Konflikte in Ägypten, Iran, Libyen und Syrien, während derer zahlreiche Widerständler den Videodienst nutzten, um über die Lage in ihrem Land zu berichten. Manche mussten dafür ihr Leben lassen. Vor diesem Hintergrund mutet eine anderer Vorstoß der Google-Tochter geradezu bizarr an: YouTube fordert seine User verstärkt dazu auf, Klarnamen zu verwenden. Als Begründung hierfür gibt der Konzern an, dass er die Qualität der Kommentare und der Kommunikation auf der Plattform anheben wolle. Nicht selten komme es vor, dass sich in Beiträgen rassistische oder politisch fragwürdige Äußerungen fänden. Die Anonymität leiste dem Vorschub.
Christina Freko

