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Bei Geldanlagen lieber in die Breite gehen

Die Verunsicherung bei Sparern ist groß. Wie legt man sein Geld sinnvoll an, wenn Aktienbörsen quasi über Nacht nach unten rutschen?


Die Verunsicherung bei Sparern ist groß. Wie legt man sein Geld sinnvoll an, wenn Aktienbörsen quasi über Nacht nach unten rutschen? Bei allen Anlagen sollte man ein intensives Gespräch mit seinem Berater über Anlageziele, Zeithorizont und persönliche Anlegermentalität führen, um den für ihn individuellen Mix zusammen- zustellen, rät Finanzexperte Maximilian Blusch.

Der Notgroschen ist am besten auf einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto aufgehoben. "Allerdings sollte man darauf achten, dass man das Geld nur bei solchen Geldhäusern anlegt, die einer Sicherungseinrichtung angehören."

Am wenigsten vertrauen Sparer momentan in Aktien. Doch man findet momentan sehr günstige Einstiegskurse bei qualitativ hochwertigen Papieren. "Bei der Aktienanlage sollte der Anleger jedoch mindestens fünf Jahre Zeit mitbringen."

Bei den festverzinslichen Anlagen hat die Verunsicherung der Märkte die Kurse von Bundeswertpapieren gehoben und damit die Rendite in den Keller gebracht. Auch Lebensversicherungen haben in den letzten Jahren an Attraktivität verloren, allerdings garantieren Altverträge mit Ihrer Steuerfreiheit und einer relativ hohen Garantieverzinsung eine sichere und rentable Anlage. "Bei Neuabschlüssen ist ab Anfang des nächsten Jahres zu beachten, dass der Garantiezins von derzeit 2,25 Prozent auf dann nur noch 1,75 Prozent sinkt."

Dafür spricht im Moment einiges für die Immobilie. "Anders als in anderen Ländern gibt es in Deutschland keine Übertreibungen im Markt.

Außerdem sind die Finanzierungszinsen niedrig und es gibt immer noch günstige Angebote zur Eigennutzung und Vermietung."

Und auch der Goldkurs steht auf einem Rekordhoch. Bei Beruhigung der Situation kann er sich aber stark nach unten verändern. "Der europäische Anleger muss zudem noch bedenken, dass der Goldpreis in US Dollar notiert wird und er damit noch ein Wechselkursrisiko hat."

Bei ausländischen Anleihen sollte man wachsam sein. "Ausländische Anleihen locken zwar mit deutlich höheren Zinsen, aber da ist natürlich ein unsicherer Ausgang der Anlage gegeben, denn man weiß nicht, was passiert, wenn es zu Umschuldungen oder Verzichten der Anleihegläubiger kommt."

 

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