Borussia Mönchengladbach hat sich bei der großen Meisterparty von Borussia Dortmund als höflicher Gast erwiesen. Das Team von Trainer Lucien Favre verlor nach einer harmlosen Offensivleistung mit 0:2 (0:1). Dem BVB ist durch diesen Sieg der zweite Meistertitel in Folge nicht mehr zu nehmen. Nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Meyer verwandelte sich der mit 80.720 Fans ausverkaufte Signal-Iduna-Park in ein schwarz-gelbes Jubelmeer.
Doch bis es so weit war, hatten die Gastgeber ein schweres Stück Arbeit zu bewältigen. Gladbach machte die Räume geschickt eng, so dass der BVB große Mühe hatte, zum gegnerischen Strafraum durchzudringen. Chancen gab es dennoch. In der 10. Minute hielt Lewandowski aus 19 Metern zentraler Position drauf. Ter Stegen im Gladbacher Tor lenkte den Ball mit den Fingerspitzen um den Pfosten.
Zehn Minuten später brannte es lichterloh im Strafraum der Gäste. Erst rutschte Kuba an einer Flanke von Schmelzer vorbei. Von Daems prallte der Ball zu Kagawa, dessen Schuss an den linken Pfosten kullerte. Und weil es auch Brouwers nicht gelang, das Spielgerät aus der Gefahrenzone zu schlagen, bekam Gündogan noch eine Chance. Er scheiterte genau wie seine Mitspieler.
Mitte der ersten Halbzeit ging Dortmund dann aber doch in Führung. Nach einem Freistoß von Schmelzer kam Perisic am Fünfmeterraum völlig freistehend zum Kopfball und ließ ter Stegen keine Abwehrchance (23.). Das Stadion bebte - der BVB war auf Meisterkurs.
Noch vor dem Seitenwechsel hätte das Team von Jürgen Klopp fast für die Vorentscheidung gesorgt. Eine Schmelzer-Ecke landete bei Hummels, der mit dem gestreckten Fuß an den Ball kam, aber in ter Stegen seinen Meister fand (37.).
Auch nach der Pause blieb der BVB klar überlegen. Gladbach igelte sich in der eigenen Hälfte ein und tauchte nur selten vor dem Dortmunder Tor auf. Als die Gastgeber in der 59. Minute auf 2:0 erhöhten, war das Spiel im Grunde schon entschieden. Kagawa schloss einen perfekten Spielzug über Schmelzer und Lewandowski ab. Ter Stegen machte dabei keine allzu glückliche Figur, weil er halbherzig aus seinem Tor gekommen war.
Hummels (63.) und Perisic (66.) hatten sogar noch die Chance auf ein drittes Dortmunder Tor. Dass dieses nicht mehr fiel, störte eigentlich niemanden. Auf den Rängen hatte die Dortmunder Meisterparty schon längst begonnen.

