Der Sozialist Francois Hollande liegt bei der ersten Runde der
französischen Präsidentschaftswahl ersten Umfragen
zufolge rund drei Punkte vor Amtsinhaber Nicolas Sarkozy.
Hollande liegt ersten Hochrechnungen mehrerer
Meinungsforschungsinstitute zufolge bei 28 bis 30 Prozent und damit
deutlich vor dem konservativen Amtsinhaber Sarkozy mit 24 bis 27,5
Prozent. Die rechtsextreme Kandidatin Marine Le Pen schnitt mit
18,2 Prozent überraschend stark ab.
Da Hollande für die Stichwahl am 6. Mai ein großer Vorsprung vorhergesagt wird, könnten die Sozialisten erstmals wieder seit 1988 eine Präsidentenwahl für sich entscheiden.
Trotz eines guten Abschneidens im ersten Wahlgang ist der Sieg Hollandes bei der nun anstehenden Stichwahl gegen Sarkozy am 6. Mai aber noch keineswegs sicher. Entscheidend ist, wie die Wähler jener acht Kandidaten, die es nicht in den zweiten Wahlgang schaffen, dann abstimmen. Wichtig ist unter anderem, wie sich die Wähler von Marine Le Pen verhalten.
Die Wahllokale schlossen in den meisten Orten um 18 Uhr, in den Großstädten konnte noch bis 20 Uhr gewählt werden. Überraschend hoch war die Wahlbeteiligung, die nach Schätzungen der Institute rund 80 Prozent erreichen dürfte. Die Wahlbeteiligung würde damit zwar etwas niedriger als bei der besonders starken Beteiligung vor fünf Jahren liegen, aber deutlich höher als im Jahr 2002, als mit 71,6 Prozent ein Negativ-Rekord aufgestellt wurde. Rund 44,5 Millionen Franzosen waren zu der Wahl aufgerufen.

