Die Deutsche Telekom hat die Städte Erlangen und
Münster aus den Planungen für den Glasfaser-Netzausbau
herausgenommen. Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet,
fanden sich nicht genügend Interessenten.
Auch Kempten hat am Stichtag das erforderliche Quorum von 2500
Vorverträgen verfehlt, allerdings nur sehr knapp. Deshalb
verlängerte die Telekom dort die Frist.
In Erlangen scheiterte der Glasfaserausbau, weil mit M-Net schon ein regionaler Konkurrent Glasfaser verlegt. In Münster hat der TV-Kabelnetzbetreiber Unitymedia einen Großteil seines Netzes auf 150 Megabit pro Sekunde aufgerüstet.
Um die Risiken zu deckeln, will Obermann das milliardenteure Supernetz nur dort verlegen, wo es genügend Nachfrage gibt. Zehn Prozent der Haushalte eines Ausbaugebiets müssen deshalb einen Vorvertrag abschließen, erst dann beginnt die Telekom mit den Netzarbeiten. Sie legt einen Glasfaseranschluss bis ins Wohnzimmer, er erlaubt im Internet Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde.
