Trotz eines nicht unverdienten 2:1-Sieges in München muss Alemannia Aachen den bitteren Gang in die 3. Liga antreten, weil Karlsruhe gleichzeitig gegen Eintracht Frankfurt siegte.
Die Alemannia erwischte vor 25.000 Zuschauern einen Auftakt nach Maß und kam mit der ersten guten Offensivaktion zum Torerfolg. Münchens Aygün wehrte ein Hereingabe Odonkor genau vor die Füße von Albert Streit, der aus kurzer Distanz trocken ins linke Toreck einschob (10.).
Die Gäste zogen sich in der Folge ein wenig zurück, wurden aber prompt für ihre Passivität bestraft. Nicu legte im Aachener Strafraum auf Aigner auf, der freistehend das 1:1 erzielte (18.).
Aachen zeigte sich durch den Gegentreffer jedoch nicht verunsichert und fand fast im Gegenzug die passende Antwort. Zunächst scheiterte Stiepermann noch mit einem Flachschuss aus halblinker Position an Kiraly (19.).
Wenig später zappelte der Ball jedoch im Netz der Löwen. Achenbach legte von der linken Seite vor den Strafraum der 60er zurück zu Uludag, der sofort abzog und mit seinem Schuss über Kiraly hinweg spektakulär in den rechten Winkel traf (21.).
Nach der turbulenten Anfangsphase beruhigte sich die Partie ein wenig und beide Teams agierten nun vorsichtiger. Die Münchener versuchten zaghaft Druck aufzubauen, Aachen verlagerte sich vornhemlich auf Konter.
Somit plätscherte die Partie ohne weitere Höhepunkte bis zum Halbzeitpfiff vor sich hin. Die knappe Führung der Alemannia war zu diesem Zeitpunkt jedoch wertlos, da Konkurrent Karlsruhe gegen Frankfurt mit 1:0 in Front lag.
Der zweite Abschnitt startete so, wie die erste aufgehört hatte. Die Löwen hatten mehr Ballbesitz als die tief stehende Alemannia, konnten aber aufgrund von mangelnder Risikobereitschaft praktisch keine guten Torchancen kreieren. Ein strammer Distanzschuss von Aigner blieb lange Zeit die einzige nennenswerte Offensivaktion in München.
Auch in der Folge ergaben sich kaum Strafraumszenen. Die Alemannia verlagerte sich ganz auf die Defensive, zeigte im zweiten Abschnitt keinerlei Bemühungen für eigene Offensivaktionen. So plätscherte die Partie weitgehend ereignisarm dahin. Erst in der Schlussphase erhöhten die 60er noch einmal Tempo und Druck.
Aygün zielte nach einer Freistoß-Flanke per Kopf ein paar Meter links am Tor vorbei (81.). Wenig später vergab Rukavina per Direktabnahme die beste Ausgleichschance für die Maurer-Elf der zweiten Hälfte, weil der Serbe den Ball nicht voll traf und Waterman so parieren konnte (85.). Es dauerte bis zur 89. Minute, ehe Stiepermann mit einem Distanzschuss die einzige kleinere Gelegenheit für Aachen im zweiten Durchgang hatte.

