Die Stadt Köln ist auch im Internet sehr beliebt. Auf ihrer Facebookseite haben über 405.000 Menschen (Stand: 2. Juli 2012) den "Gefällt mir"-Button gedrückt. Bislang war es einfach, das Social Media-Angebot von Rathaus und dem Portal koeln.de zu finden.
Künftig wird es jedoch nicht mehr reichen, den Suchbegriff "Köln" einzugeben. Facebook hat die Betreiber der Seite nämlich darauf hingewiesen, dass Städtenamen nicht zulässig sind. Städte gehören niemandem und niemand kann einen geographischen Ort vertreten, heißt es in der Begründung.
Deshalb wurde auch die Stadt Köln aufgefordert, ihren Namen zu ändern. Ansonsten verschwindet die Seite aus dem World Wide Web. Bei einem Gespräch mit Facebook-Vertretern in Hamburg konnte zumindest ein kleiner Erfolg erzielt werden. "Wir dürfen unsere URL behalten", berichtet Sabine Möwes, Leiterin der Online-Redaktion der Stadt Köln. Doch zugleich gab es die klare Ansage an die Betreiber, ihre Seiten umzubenennen.
Widerspruch hat keine Aussicht auf Erfolg. "Es geht hier um private Nutzungsbedingungen", erklärt Möwes. Vielmehr läuft man Gefahr, eine wichtige Marketing- und Informations-Plattform zu verlieren. So denken Möwes und ihre Kollegen gerade über einen neuen Namen nach. Die Entscheidung fällt zwischen "Koeln.de" oder "Wir sind Köln".

