Archiv

Flaute bei Facebook-Party in Saaße

Das niedersächsische Saaße ist von dem befürchteten Massenandrang wegen einer über Facebook angekündigten Grillparty verschont geblieben. Teure Folgen dürfte auch das Facebook-Posting eines jungen Mannes aus Konstanz haben.


Ein ganzes Dorf war abgeriegelt: Das niedersächsische Saaße (Landkreis Lüchow-Dannenberg) blieb am Samstag von dem befürchteten Massenandrang wegen einer über Facebook angekündigten Grillparty verschont. Bislang sei an den errichteten Kontrollstellen "nichts los", sagte ein Polizist am frühen Abend.

Eine Jugendliche aus Saaße hatte über das soziale Netzwerk versehentlich öffentlich zu einer Party eingeladen. Daraufhin hatten nach Angaben der Gemeinde Lüchow mehr als 1.000 Facebook-Nutzer ihr Kommen angekündigt.

Ordnungsamt und Polizei sperrten am Samstag das ganze Dorf ab. Lediglich Anwohner oder Menschen mit persönlicher Einladung durften zu der Feier kommen. Statt Facebook-Nutzern in Partylaune war es am Samstagabend aber vorwiegend die Presse, die Saaße einen ungewöhnlichen Besucherandrang bescherte.

Ärger steht auch einem jungen Mann aus Konstanz ins Haus. Weil er über Facebook zu einer Party eingeladen haben soll, droht ihm ein Zivilverfahren. Stadt und Polizei könnten die Kosten von 200.000 Euro für den Großeinsatz in Konstanz zurückfordern, sagte ein Behördensprecher. Dabei kamen nur 100 Gäste.

Die Wohnung des Verdächtigen sei durchsucht und Smartphone und Rechner seien sichergestellt worden. Die Geräte würden nun untersucht. Dabei will man vermutlich vor allem den Eindruck entstehen lassen, dass tatsächlich er es war, der über einen anonymen Account zu der Party am 7. Juli im Strandbad Horn aufgerufen hatte.


Anzeige
Zur Startseite