Drei von vier Deutschen nutzen das Internet. Nach der am Montag veröffentlichten Onlinestudie 2012 von ARD und ZDF sind 53,4 Millionen Menschen ab 14 Jahre online (75,9 Prozent). Das sind 1,7 Millionen Menschen mehr als ein Jahr zuvor.
Im europäischen Kontext liegt Deutschland damit im oberen Mittelfeld. Spitzenreiter sind die skandinavischen Länder, wo neun von zehn Menschen online sind. Der größte Zuwachs war in Deutschland in der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen zu verzeichnen. Mittlerweile sind 76,8 Prozent dieser Gruppe online. 2011 waren es noch 69,1 Prozent.
Die größte Gruppe der Onlinenutzer liegt jedoch nach wie vor bei den unter 40-Jährigen - hier ist nahezu jeder im Internet unterwegs. Bei den 40- bis 49-Jährigen sind es neun von zehn Personen. Auch die durchschnittliche Nutzungsdauer hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr von 80 Minuten auf 83 Minuten am Tag erhöht.
Besondere Bedeutung kommt der Studie zufolge der mobilen Internetnutzung zu. Zwar ist der stationäre Personalcomputer immer noch das Hauptmittel, aber die mobile Nutzung hat sich in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt. Nutzten 2009 noch 9 Prozent das mobile Netz, sind es in diesem Jahr 23 Prozent der Befragten. Besonders bei den 14- bis 29-Jährigen ist diese Methode beliebt. 42 Prozent dieser Altersgruppe gehen mobil ins Netz, bei 30- bis 49-Jährigen sind 21 Prozent.
Insgesamt haben 2012 rund 18,7 Millionen Menschen laut der Studie Zugriff auf ein mobiles Gerät und können somit auch Videos mobil abrufen. Damit steigt auch der Abruf von Fernsehsendungen aus dem Internet. 30 Prozent der Onlinenutzer gaben an, zumindest gelegentlich im Netz zeitversetzt Fernsehen zu schauen, 23 Prozent schauen live.
Die Onlinestudienreihe von ARD und ZDF untersucht seit 1997 die Entwicklung der Internetnutzung in Deutschland.

