Anwohner fordern Alkoholverbot am Brassertufer

Die Anwohner am Brassertufer in Bonn wollen die nächtlichen Lärmbelästigungen und Ruhestörungen nicht mehr hinnehmen.

Laut General-Anzeiger haben sie deshalb jetzt einen Bürgerantrag gestellt. Darin fordern sie ein nächtliches Alkoholverbot zwischen der Beethovenhalle und Zweiter Fährgasse.

© RBRS / Sebastian Derix

Dort wird teilweise bis tief in die Nacht gefeiert, unter Einfluss von Alkohol und Drogen gibt es immer wieder lautstarke Auseinandersetzungen mit Jugendlichen. Die Bonner Polizei spricht sogar von einer aggressiven Grundstimmung, die sie während ihrer Überprüfungen wahrnehme. Um dem ein Ende zu setzen, fordern die Anwohner nun Rat und Verwaltung dazu auf, in der Zeit von 22 bis 6 Uhr ein grundsätzliches Alkoholverbot zu erlassen. Die Stadt prüft den Bürgerantrag bereits. Die Mehrheit der Ratsfraktion stehe dem Antrag allerdings kritisch gegenüber.


Erst gestern Nacht mussten die Bonner Polizei und das Ordnungsamt wieder zahlreiche Platzverweise erteilen. Im Bereich des Brassertufers, des Hofgartens und des Alten Zolls überprüften die Einsatzkräfte zwischen 22 und 3 Uhr rund 170 Personen, 34 erhielten Platzverweise.


Um 23 Uhr kam es außerdem zu einer Schlägerei am Konrad-Adenauer-Platz. Ein 21-Jähriger wurde von mehreren Männern so schwer verletzt, dass er in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Im Rahmen der anschließenden Fahndung wurden 6 Tatverdächtige von den Beamten am Beueler Rheinufer gestellt. Drei von ihnen wurden ins Polizeipräsidium gebracht. Die Ermittlungen laufen.

MU

Weitere Meldungen