Ausnahmezustand in der Region: Feuerwehren im Dauereinsatz

Der andauernde Regen hat für viele Einsätze der Feuerwehren im RBRS-Land gesorgt. Sie befinden sich im Alarmzustand. Die Bonner Feuerwehr berichtete seit heute Nachmittag von vielen Anrufen wegen vollgelaufener Keller, denn weil die Kanalisation voll sei, würde sich das Regenwasser zurückstauen.

© RBRS / Sebastian Derix

Bis 18 Uhr 30 waren es 147 Einsätze, die eröffnet wurden. Ein Ende sei noch nicht absehbar. In Bonn hat die Feuerwehr neben den sechs regulären Notrufleitungen noch sechzehn weitere freigeschaltet. Sie bittet trotzdem, die 112 nur für Feuer und Notfälle zu wählen, unwetterbedingte Meldungen sollen an die 71 71 71 gehen. Die Feuerwehr warnt außerdem davor, sich Bächen und Flüssen zu nähern. Durch den vielen Regen bestünde dort Lebensgefahr. Auch Bonns Oberbürgermeisterin Dörner bittet alle Menschen, zu Hause zu bleiben.

 

Auch im Rhein-Sieg-Kreis ist die Feuerwehr überall im Einsatz.Straßen sind voll mit Wasser und Unterführungen sind vollgelaufen und damit unpassierbar. Die RVK meldet, dass es auf den Linien 740, 747, 749, 813, 817, 843 und 855 zu erheblichen Problemen kommt, in den Bereichen Alfter, Bonn-Bad Godesberg, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg.


In Bad Honnef Rhöndorf ist in der Löwenburgstraße auf 20 Meter ein Hang abgerutscht. Insgesamt gab es in Bad Honnef bis zum Abend 10 Einsätze der Feuerwehr, hauptsächlich wegen umgestürzter Bäume.


In Bornheim muss der Rheinuferweg gsperrt werden, das betrifft die Ortsteile Widdig, Uedorf und Hersel. Dort sind auch weitere Straßen gesperrt, zum Beispiel Teile der K33 und K42. Auch mehrere Ampeln sind ausgefallen. Aktuell sind in Bornheim noch 60 Einsätze gemeldet. Viele Keller sind vollgelaufen, auch ein Öltank auf einem Privatgrundstück ist ausgelaufen.


In Königswinter wurden zwischen 14 und 21 Uhr 22 Einsätze gezählt, auch dort waren Straßen und Keller voll mit Wasser, auch Bäume waren umgestürzt. Als am Abend weniger Notrufe eingingen, unterstützte die Feuerwehr andere Kommunen im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis.


Die Stadtverwaltung in Niederkassel bittet ebenfalls darum, nur in wichtigen Fällen bei der Feuerwehr anzurufen, die Kanalisation sei völlig überlastet, daher würden Keller vollaufen, die Feuerwehr tue bereits was sie könne.


In Sankt Augustin-Birlinghoven droht der Lauterbach über die Ufer zu treten. Die Feuerwehr füllt Sandsäcke, um die Häuser und ein Seniorenheim in dem Bereich zu schützen.


Die Gemeinde Swisttal hat den "Stab für außergewöhnliche Ereignisse" zusammengerufen und bittet die Bevölkerung, Vorkehrungen zum Hochwasserschutz zu treffen, insbesondere die Anwohner der Bäche und Flüsse, wie beispielsweise am Orbach, der Swist und am Jungbach. CM

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