Buchvorstellung: Zwischen Hoch- und Niedrigwasser – Der Rhein aus Bonner Sicht

Das RBRS-Land wäre ohne den Rhein nicht halb so schön! Aber wie gehen wir eigentlich mit dem Fluss um, der uns allen angeblich so am Herzen liegt? Von der Entstehung des Rheins, über Hoch- und Niedrigwasserrisiken, bis hin zur gesellschaftlichen und kulturellen Relevanz dieses Stromes: Sarah Bertram richtet den Blick sowohl auf den Fluss und die Region des Mittelrheins, als auch auf unseren modernen Lebensstil, der die Verbindung zwischen Gesellschaft und Umwelt allzu häufig vernachlässigt.

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Der Rhein ist nicht nur ein Fluss, auf dem wir zahlreiche Güter Tag für Tag von A nach B transportieren, sondern auch ein Fluss, den wir auf Postkarten abbilden und mit unseren Kindern besuchen. Nicht weniger als 1.240 Kilometer legt er aus den Alpen zur Mündung in die Nordsee in den Niederlanden zurück und durchfließt dabei sechs Länder.

Das Einzugsgebiet des Rheins ist so groß wie 26 Millionen Fußballfelder

Das Gebiet aus dem der Rhein sein Wasser bezieht, auch Einzugsgebiet oder Entwässerungsgebiet genannt, umfasst acht Staaten mit einer beeindruckenden Fläche von insgesamt 185.000 Quadratkilometern. Das Wasser stammt sowohl aus oberirdischen als auch aus unterirdischen Zuflüssen – beispielsweise dem Grundwasser.

Einige wird es überraschen, aber mit seinen 1.240 Kilometern Länge ist der Rhein nicht der längste Fluss in Europa. Der größte Fluss Europas ist die Wolga im europäischen Teil Russlands mit einer beeindruckenden Länge von 3.740 Kilometern und einem Entwässerungsgebiet von 1,4 Millionen Quadratkilometern. Auch die Donau ist ebenfalls wesentlich länger als der Rhein und entwässert ein viel größeres Gebiet. Die Wassermenge, die Lauflänge und das Entwässerungsgebiet des Rheins sind aber weit größer als die der Rhône, der Elbe oder des Po.

Wie schnell fließt der Rhein?

Die Fließgeschwindigkeit des Rheins liegt laut Wasserstraßen und Schifffahrtsverwaltung des Bundes je nach Ort und Abfluss zwischen 0,7 und 2,9 Meter pro Sekunde. Zum Sommer hin nimmt der Abfluss durch die Schnellschmelze deutlich zu und erreicht Ende Juni ein Maximum. Trotzdem wird der Abfluss des Mittelrheins hauptsächlich von den Mittelgebirgszuflüssen dominiert, während die Wassermengen aus den Alpen kaum ins Gewicht fallen.

Sarah Bertram nimmt Euch mit auf eine Reise in die Vergangenheit und eine mögliche Zukunft am Rhein, die von Niedrigwassern, Schnelllebigkeit und Wirtschaftswachstum geprägt sein wird. Sie erläutert dabei die Tatsache, dass sich globale Veränderung, wie der Klimawandel oder unsere Sicht auf die Welt, immer auch in regionalen Ereignissen wiederfinden lassen. Diese vielschichtige Sicht macht das Buch zu etwas Neuartigem.

"Zwischen Hoch- und Niedrigwasser" könnt ihr zum Beispiel hier bestellen.

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