Darlehen und Zinsbindung

Der Finanztipp bei Radio Bonn/Rhein-Sieg wird präsentiert von der Sparkasse KölnBonn.

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Wenn Ihr schon eine Weile in den eigenen vier Wänden wohnt, macht Ihr Euch vielleicht auch schon Gedanken, wann die Zinsvereinbarungen der Finanzierungen auslaufen. Worauf ihr bei dem Thema achten müsst und auf was es genau ankommt, erklären wir heute in unserem Finanztipp.

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Die wenigsten von uns können Haus oder Wohnung direkt auf einen Schlag bezahlen, dafür braucht es einen Kredit. Mit der Bank vereinbart man für einen bestimmten Zeitraum feste Zinsen. Danach wird neu verhandelt. Denn meist ist der Betrag nach den ersten Jahren mit Kredit noch nicht komplett abgezahlt. Bei manchen Instituten gibt’s Online-Rechner, die Euch Eure Möglichkeiten direkt auflisten. Finanzexperte Maximilian Blusch:

„Ich hab neulich mal meine Darlehen gecheckt und geschaut, wie lange und wieviel ich denn noch zurückzahlen muss und wie lange meine Zinsen noch fest vereinbart sind. Mein Onlinebanking hat ein praktisches Tool mit einem Musterrechner. Da bekomme ich alle Informationen für meine Darlehen ganz kompakt: aktueller Zins- und Tilgungssatz, die derzeitige Rate und das Ende der Sollzinsbindungsfrist, also wie lange der Zinssatz mit dem Institut fest vereinbart wurde. Natürlich kann ich mir im Rahmen einer Simulation anschauen, wie sich mein Kredit mit einer neuen Zinsvereinbarung mit frei wählbarer Laufzeit und neuer Rate entwickeln könnte. Dabei kann ich vorgeben, wann ich meinen Kredit zurückgezahlt haben möchte und wieviel Kredit noch übrig ist, wenn mein Zins ausläuft. Außerdem kann ich per Klick noch ein konkretes Angebot meines Instituts abrufen. Zusätzlich erfahre ich, ob ich noch Sondertilgungen kostenfrei machen kann, oder welche ich bereits gemacht habe und erkenne, wie sich mein Darlehen entwickelt, wenn ich zum Beispiel in den nächsten vier Jahren Sondertilgungen vornehmen würde.“

Es ist auch kein Problem die Zinsen schon mal im Voraus zu sichern. Das geht mit einem sogenannten Forward-Darlehen. Mit einem relativ geringen Aufschlag könnt Ihr euch die aktuellen Zinsen für viele Jahre sichern. Das bedeutet: kein böses Erwachen bei Eurer Finanzierung, wenn Ihr jetzt für 10 oder sogar 15 Jahre den Zins absprecht und nach dieser Zeit Eure Immobilie im Wesentlichen abbezahlt ist. Schaut in Eure Unterlagen, hier seht ihr, dass sich die Zinsen erheblich gegenüber früherer Zeit verändert haben. Unter Umständen kann es daher sinnvoll sein, jetzt über eine neue Vereinbarung über die Zinsen mit Eurem Institut nachzudenken. Möglicherweise könnt Ihr Haus oder Wohnung mit den neuen, niedrigeren, Zinsen auch schneller abzahlen als bisher geplant.

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