Grönemeyer-Prozess: Fotografen verurteilt

Das Landgericht Köln hat zwei Pressefotografen zu je einem Jahr auf Bewährung und einer zusätzlichen Geldstrafe verurteilt. Sie sollen nach einem Streit mit dem Sänger Herbert Grönemeyer falsche Anschuldigungen und falsche Aussagen vor Gericht getätigt haben.

Die beiden Angeklagten wiesen auch nach dem Urteil die Vorwürfe zurück und wollen in Revision gehen. Hintergrund ist ein Zwischenfall am Flughafen vor einigen Jahren. Das Gericht geht davon aus, dass die beiden Paparazzi Grönemeyer bewusst aufgelauert und in eine Falle gelockt hatten, um eine möglichst rabiate und wütende Reaktion des Sängers zu provozieren. Verurteilt wurden die beiden Fotografen aber wegen Falschaussagen, etwa in Bezug auf ihre Verletzungen. Einige dieser Verletzungen müssen sich die Promifotografen hinterher selbst zugefügt haben, so der Richter. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, die beiden Verteidigerinnen haben Revision angekündigt. CM

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