Haus und Kredit übertragen

Der Finanztipp bei Radio Bonn/Rhein-Sieg wird präsentiert von der Sparkasse KölnBonn.

© Sparkasse KölnBonn

Ja, das kann passieren: Ihr habt euch euer Traumschloss gekauft. Und dann müsst ihr wieder raus. Zum Beispiel weil Ihr den Job wechselt. Oder weil die Wohnung zu groß geworden ist und Ihr sie an Eure Kinder übergeben wollt. Aber was passiert mit dem laufenden Kredit?

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Der Kauf der eigenen vier Wände sollte eigentlich ein echtes Langzeitprojekt werden. Denn kaum einer von uns hat so viel Geld, dass er mal eben ein Haus kauft und dann sofort wieder auszieht. Manchmal geht es aber nicht anders und ihr müsst euer Haus wieder loswerden. Per Gesetz steht Euch dazu ein außerordentliches Kündigungsrecht beim Kredit zu, wenn Ihr verkaufen wollt. Allerdings verliert die Bank durch die vorzeitige Rückzahlung die vereinbarten Zinsen und wird diese Summe geltend machen, das ist dann die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung. Das können einige tausend Euro sein. Fragt also, bevor Ihr mit Euren Verkaufsbemühungen startet nach, mit welchen Kosten Ihr rechnen müsst. Es gibt aber auch noch zwei andere Möglichkeiten. Finanzexperte Maximilian Blusch:

„Erstens Euer Käufer übernimmt auch Euren restlichen Kredit. Das ist natürlich nur sinnvoll, wenn der Zinssatz angemessen ist und das zu dessen Lebensplanung passt. Dann muss auch Eurer Kreditinstitut nochmal ran. Wenn der Käufer den Kredit übernehmen möchte, muss die finanzierende Sparkasse oder Bank eine neue Kreditentscheidung treffen. Schließlich hat das kreditgebende Institut später einen neuen, zunächst unbekannten, Vertragspartner. Erfüllt dieser jedoch die persönlichen Kriterien für den Baukredit, verfügt also über eine ausreichende persönliche Bonität, wird die Sparkasse oder Bank der Übernahme zustimmen, zumal ihr das Objekt ja bereits bekannt ist. Die Kosten für die bloße Umschreibung des Darlehens auf den Käufer liegen grundsätzlich deutlich niedriger als bei einer Ablösung des Kredits. Zweitens: Euer Haus geht an Eure Kinder. Dann geht es auch so: Die Immobilie wird übertragen, den Kredit zahlt Ihr als Eltern weiter. Dann muss kein neuer Vertrag her. Dafür haftet die Immobilie, die ja jetzt den Kindern gehört, aber weiter für den Baukredit. Natürlich könnt Ihr auch Euren Kindern den Kredit übertragen, dann gibt es – wie eben beschrieben – die neue Kreditentscheidung des Finanzinstituts.“

Sprecht also frühzeitig mit Eurem Berater bei Sparkasse oder Bank um Eure Optionen auszulosten und nicht unter Zeitdruck zu kommen. Sprecht auch mit Eurem Steuerberater um beim Verkauf keine Überraschungen mit dem Finanzamt zu erleben!

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