Landgericht verurteilt 28-jährigen Zuhälter

Das Bonner Landgericht hat einen 28-jährigen aus Troisdorf zu viereinhalb Jahren Haft wegen Menschenhandels verurteilt. Er hatte eine damals 15-jährige auf den Strich geschickt, das Geld stecke allerdings zu weiten Teilen er selber ein.

© Landgericht Bonn

Die Papiere waren gefälscht, um das Alter des Mädchens zu verschleiern. Vor Gericht deckte die heute 21-jährige den Angeklagten allerdings. Sie habe freiwillig als Prostituierte gearbeitet. Auch das Geld habe sie freiwillig abgegeben. Daher war eine Verurteilung wegen Zuhälterei und Zwangsprostitution nicht möglich. In der Haftstrafe ist bereits eine dreijährige Haftzeit für eine andere Tat einberechnet, die hat der Mann schon abgesessen. Da er seit Februar 2019 in Untersuchungshaft saß, konnte der Angeklagte nach der Zahlung einer Kaution das Gericht verlassen.

DG

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