Leben im Tiny House

Die Tiny House-Bewegung ist ursprünglich aus den USA nach Europa geschwappt. Aber auch hier in Deutschland entscheiden sich immer mehr Menschen gegen teure Mieten in den Städten und für einen alternativen Wohnstil im Tiny House Eigenheim. Ein Vorreiter dessen war sicherlich Peter Lustig in seinem blauen Bauwagen aus Löwenzahn.

© RBRS / Sebastian Derix

Tiny Houses sind Häuser, die auf kleinstem Raum alles wichtige zum Leben, auf clevere Art und Weise besitzen. Weder auf ein Schlafzimmer noch auf eine vollausgestattete Küche oder Bad und einen Sitzbereich muss man dabei verzichten. Eine festgeschriebene Definition von Tiny Houses gibt es nicht. Bei einigen ist die winzige Grundfläche von zum Teil nur 7m² auf einen Anhänger mit Reifen und Anhängerkupplung gebaut und macht sie damit sogar beweglich. Egal ob mobil oder nicht, die Grundfläche eines Tiny Houses übersteigt dabei aber meist eine Größe von ca. 50 m² nicht. Dann wird das Tiny House zum sogenannten „Smallhouse“. 

Small statt Tiny

Der Vorteil: Die Anschaffungskosten ab ca. 7000€. Dem Preis sind nach oben natürlich keine Grenzen gesetzt. Dennoch ist dieser verhältnismäßig günstig, um sich den Wunsch des Eigenheims zu erfüllen.

Die Herausforderung: Das Leben zu zweit, mit mehreren Personen oder allein auf diese winzige Wohnfläche zu reduzieren und das alles zu organisieren.

Der Nachteil: Dauerhafte Stellplätze und die passenden Genehmigungen zu finden, gestaltet sich häufig als schwierig.

Ulrike und Jürgen wollen ihr neues Heim nicht mehr missen

Dennoch haben sich die ehemaligen Bonner Ulrike und Jürgen diesen Wunsch vom Eigenheim erfüllt. Seit über einem Jahr leben sie nun glücklich mit ihrem Hund dauerhaft auf einem Wochenendstellplatz in zwei aneinander gebauten Tiny House-Elementen. Alles aus Holz und ökologisch. Das war der Rentnerin und ihrem Lebensgefährten besonders wichtig. „Manche sagen wir seien mutig gewesen - Ich finde uns gar nicht mutig“, sagt Jürgen und fügt schmunzelnd hinzu: „Wir haben das ganze eher in weiser Voraussicht gemacht, weil sowohl Ulrike als auch ich wussten, dass unsere Renten im Alter eher klein ausfallen würden.“ Wie Ulrike und Jürgen dazu gekommen sind in ein solches Haus zu ziehen, was ihnen dabei besonders schwer gefallen ist und wie viel sie für ihr extra auf sie zugeschnittenes Häuschen bezahlt haben, könnt ihr hier hören: 

© RBRS