Lichtverschmutzung in Bonn

Nachts Sterne sehen - das geht bei uns schlecht. Denn es ist richtig hell in der Nacht. Das ist eine Gefahr auch für die Tiere bei uns im RBRS-Land.

Mitmachen ab dem 24. März

Darauf aufmerksam machen will die Deutsche Physikalische Gesellschaft aus Bad Honnef und die Universität Bonn. Dieses Jahr gibt es von denen eine coole Veranstaltung "Highlights der Physik". Und gerade jetzt rufen die dazu auf: Die Lichtverschmutzung im RBRS-Land zu messen. Das kann jeder zuhause. Einfach festhalten, wo ihr steht und dann in den Himmel nachts schauen. Ausgesucht wurde von den Physikern das Sternbild Löwe.

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Was ist Lichtverschmutzung?

Wer Nachts zum Köln Bonner Flughafen fliegt, sieht hell erleuchtete Dörfer und Städte. Vom Weltraum sieht das nochmal anders aus: Die ganze Welt besteht auch kleinen Lichtpunkten. Ein richtiger Lichtteppich bildet sich. Und Verschmutzung nennt es sich deshalb, weil es große Auswirkungen auf das Ökosystem hat.

Wenn ihr morgens zu früh aufwacht durch Vogelgezwitscher kann zum Beispiel der Buchfink Schuld sein. Der arme Kerl ist nämlich durch das Licht völlig durcheinander. Und auch mit seinem Liebesleben klappt es ja dann sogar nicht?! Der Nachwuchs kommt dann zum Beispiel nicht. Oder eine andere dramatische Geschichte: Schlüpft eine Meeresschildkröte aus ihrem sorgfältig in den Sand gelegten Ei, rennt sie sofort los: zum hellsten Punkt. Denn der war früher immer das Meer. Heute sind es jedoch die hell erleuchteten Hotels und Strandpromenaden, die für die Schildkrötenbabies immer öfter zur Todesfalle werden. 

Solche Dramen in der Tierwelt sind keine Seltenheit. Wie schlimm es bei uns im RBRS-Land aussieht, will die Uni Bonn herausfinden. Deshalb werden Bonner ab Sonntag dazu aufgerufen, selbst die Verschmutzung zu messen. 


Alle Infos zu der Messung findet ihr übrigens hier: http://www.highlights-physik.de/