
Linksjugend Rhein-Sieg fordert Stolpersteine für Homosexuelle
Sie wurden während der NS-Zeit verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben - trotzdem würde sich heute kaum jemand an sie erinnern: Homosexuelle und andere queere Menschen. Die Linksjugend ['solid] Rhein-Sieg fordert deswegen jetzt die sogenannten Stolpersteine für Homesexuelle aus Siegburg und dem Rhein-Sieg-Kreis.
Veröffentlicht: Dienstag, 10.09.2024 14:52
Anlässlich zu seinem Todestag am 9. September 1939 soll es einen Gedenkstein für Heinrich Braun geben. Er wurde im April 1939 verhaftet und verstarb später durch die Haftbedingungen. Nach Recherchen der Linksjugend ['solid] Rhein-Sieg seien mindestens 195 homosexuelle Männer aus dem RBRS-Land während der NS-Zeit ums Leben gekommen. Erst seit 1994 ist der Paragraph 175, nach dem sexuelle Handlungen unter Männern strafbar waren, aus dem Gesetz gestrichen worden. Jetzt sei es an der Zeit, diesen Menschen mit einem Gedenkstein einen kleinen Teil ihrer genommenen Menschenwürde wieder zurückzugeben, heißt es.