Mit guten Zinsen navigieren

Der Finanztipp bei Radio Bonn/Rhein-Sieg wird präsentiert von der Sparkasse KölnBonn.

© Sparkasse KölnBonn

Wir gucken ein bisschen auf die Bankenwelt und zwangsläufig auf unser Geld: Seit längerer Zeit steigt die Inflation mal wieder. Auf Fest- und Tagesgelder erhaltet Ihr kaum noch Zinsen. Das heißt, diese Anlageformen verzehren das sauer Ersparte. Doch es gibt noch Alternativen für Zinsjägerinnen und Zinsjäger, erklärt euch Kollege Dominik Becker im aktuellen Finanztipp.

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Vor gut 13 Jahren war die Welt für uns alle als Sparer noch in Ordnung: Auf Fest- und Tagesgeldkonten gab es noch Zinsen von um die vier Prozent. Doch die Zeiten haben sich komplett geändert, weiß Finanzexperte Maximilian Blusch.

„Warum gibt es jetzt überhaupt negative Zinsen, fragen mich meine Kundinnen und Kunden. Die Antwort ist einfach: Das Verwahrentgelt der europäischen Zentralbank (EZB). Schon seit langem müssen Kreditinstitute für Geld, dass sie auf Konten der EZB halten, einen Negativzins von einem halben Prozent bezahlen. Diese zusätzlichen Kosten wollen sich die Institute von vermögenden Kundinnen und Kunden bezahlen lassen, wenn diese nicht bessere Anlagemöglichkeiten nutzen, die ihnen sogar einen Geldzuwachs ermöglichen. Daher spreche ich mit meinen Kunden über Anlagealternativen, denn ich möchte Ihnen eine intelligente Anlage für Ihr Geld bieten.“

Wenn Ihr Geld anlegen möchtet, solltet Ihr zunächst klären, wann Ihr das Geld benötigt. Also unterscheiden zwischen: „das brauche ich unter Umständen sofort ('Wohlfühlreserve') und dies in ein paar Jahren oder erst für meine Altersvorsorge.“

„Im kurzfristigen Anlagebereich gibt es in Europa immer noch Banken, die Geldanlagen in Euro suchen und dafür Zinsen bis zu rd. einem halben Prozent zahlen (zwischen 0,01 und 0,51 Prozent). 'Zinsnavi' heißen zum Beispiel solche Angebote, über die Ihr meist ab 10.000 Euro Geld anlegen könnt. Anstatt solche Portale im Netz zu suchen und dabei das Risiko einzugehen, beim Falschen zu landen (Stiftung Finanztest!), könnt Ihr über Euer Institut ohne großen Aufwand eigene Anlage in Euro vornehmen. Eine einfache Unterschrift bei Eurer vertrauten Beraterin oder Berater reicht aus, die erledigen alles für Euch. In diesem Fall hat Eure Sparkasse oder Bank die entsprechenden Angebote für Euch ausgewählt. Die angebotenen Institute besitzen ein gutes Rating und kommen aus einem europäischen Land mit stabiler Volkswirtschaft. Die Anlagedauer reicht meist von zwei Monaten bis zu sechs Jahren. Bis zu 100.000 Euro sind in der EU pro Sparer und Bank gesetzlich gesichert.“

Auch über (Renten-)Versicherungen kann man mit einer Anlagedauer von mindestens fünf Jahren noch mit einer Verzinsung von 1 bis 1,5 Prozent pro Jahr rechnen. Wer sein Geld längerfristig anlegen will, sollte die Inflation mitbedenken! Sie knabbert am Vermögen. Eine Geldanlage am Kapitalmarkt auch in Aktien bzw. Aktienfonds wirkt dem entgegen. Selbst bei einer kleinen Aktienquote ist über längere Sicht in der Regel eine Rendite zwischen 1 und 3 Prozent im Jahr möglich. Sprecht am besten Eure vertraute Beraterin oder den Berater auf eine intelligente Anlage für Euer Erspartes an.

Im Internet gib es noch viele weitere Infos rund ums Thema, zum Beispiel von der Sparkasse KölnBonn, bei meinkoelnbonn.de und von der Stiftung Warentest.

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