Prozess in Bonn: Saibou gegen Baskets

+++Update 18:00 Uhr+++

Der Streit zwischen dem Basketball-Profi Joshiko Saibou und dem Verein Telekom Baskets um die fristlose Entlassung des Spielers geht weiter. Auch heute konnten sich die beiden Parteien nicht vor dem Bonner Arbeitsgericht einigen.

© RBRS / Sebastian Derix

Nun hat das Gericht den beiden noch eine Woche eingeräumt. Wenn sie sich dann nicht außergerichtlich einigen können, wird das Gericht am 25. November eine Entscheidung verkünden. Die Telekom Baskets hatten Saibou im August entlassen, weil er an einer Anti-Corona Demo teilgenommen und dabei nicht durchgängig eine Maske getragen hatte. Die Baskets warfen ihm vor, dadurch nicht nur sich sondern auch seine Kollegen gefährdet zu haben. Das verstieße gegen den Arbeitsvertrag, heißt es weiter. Saibou will seine Kündigung nicht akzeptieren und rechtfertigt die Teilnahme an der Demo mit dem Recht auf Meinungsäußerung.

WD

Ursprüngliche Meldung:

Der gekündigte Baskets Spieler Joshiko Saibou und der Verein Telekom Baskets treffen sich heute Mittag (11.11.) am dem Bonner Arbeitsgericht wieder. Grund ist eine fristlose Kündigung des Spielers, die er nicht akzeptieren will. Die Telekom Baskets hatten ihn Anfang August entlassen, weil er an einer Anti-Corona-Demo in Berlin teilgenommen und dabei keinen Mundschutz getragen haben soll. Damit hätte er sich und seine Teamkollegen gefährdet und gegen seinen Arbeitsvertrag verstoßen. Saibou hatte bei einem ersten Termin vor Gericht Ende August zwar zugegeben, an der Demo teilgenommen zu haben, jedoch habe er ausreichend Abstand zu anderen gehalten und seine Kollegen im Anschluss an die Demo nicht gesehen. Weil auch eine außergerichtliche Einigung erfolglos geblieben ist, muss nun das Arbeitsgericht entscheiden, ob die Kündigung rechtens ist, oder nicht. CM


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