Prozess wegen Messerattacke am Bonner Landgericht

Wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung muss sich ein 44-Jähriger ab heute vor dem Bonner Landgericht verantworten. Das Opfer überlebte nur durch eine Not-OP.

© Landgericht Bonn

Am 30. Januar diesen Jahres sollen sich die zwei Männer gegen 0:30 Uhr in der Nähe der Elisabethkirche in der Bonner Südstadt getroffen haben. Dort soll das spätere Opfer dem 44-Jährigen gedroht haben, ihn wegen illegalen Glückspiels in seiner Wohnung anzuzeigen. Als sein Bekannter sich schon umgedreht hatte, soll der Angeklagte ihn von hinten mit einem Messer in den hinteren Brustkorb gestochen haben. Das Opfer soll daraufhin geflohen aber an der Ecke zur Thielstraße zusammengebrochen sein. Dort soll der 44-Jährige weiter auf ihn eingestochen und ihn lebensgefährlich verletzt haben. Erst als Anwohner auf die Männer aufmerksam wurden und den Täter ansprachen, soll er geflüchtet sein. Das Opfer wies unter anderem schwere Verletzungen der Lunge, des Halses und im Bauchraum auf. Laut Gericht sollen vier der Verletzungen lebensbedrohlich gewesen sein. Der Mann konnte nur mit einer mehrstündigen Not-OP gerettet werden. Ein Urteil im Prozess wird Ende Juli erwartet. CM

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