Sridharan gegen Berlin-Umzug

Nur noch ein Drittel aller ministeriellen Arbeitsplätze sind in Bonn. Das hat Bonns Oberbürgermeister Sridharan beklagt. Er betonte deshalb noch einmal die Wichtigkeit eines neuen Bonn/Berlin-Vertrags mit der Bundesregierung. Mit dem Vertrag soll Bonn auch weiterhin Aufgaben für das ganze Land erfüllen können, zum Beispiel im Bereich der Umwelt- und Entwicklungsministerien. Diese seien besonders wichtig als Ansprechpartner für die UN-Institutionen, die sich in Bonn angesiedelt haben.

© RBRS / Sebastian Derix

Zudem sagte Sridharan, dass ein kompletter Umzug der Ministerien Geldverschwendung sei. Die Arbeitsteilung zwischen Bonn und Berlin würde acht Millionen Euro im Jahr kosten. Umzugs- und Baukosten wären im Vergleich dazu viel höher. Auch NRW-Ministerpräsident Laschet will Bonn als zweites bundespolitisches Zentrum fördern. Er will die Eckpunkte für den neuen Bonn/Berlin-Vertrag bis Ende des Jahres mit der Bundesregierung aushandeln. Das alte Berlin/Bonn-Gesetz wird am Freitag 25 Jahre alt. CM

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