Weiterer Cum-Ex Prozess am Landgericht Bonn

Die Bonner Cum-Ex-Prozesse gehen in die nächste Runde. Die 12. große Strafkammer des Bonner Landgerichts hat eine weitere Anklage zugelassen. Dieses Mal geht es um einen deutschen Steuerrechts-Anwalt, dem drei Fälle der besonders schweren Steuerhinterziehung vorgeworfen werden.

Laut Anklage soll er eine Bank bewogen haben, mit Cum-Ex-Deals anzufangen und dabei geholfen haben, die dafür notwendigen Strukturen aufzubauen. Er soll so an einem Steuerschaden von 278 Millionen Euro beteiligt gewesen sein. Der Angeklagte lebt im Ausland, das Landgericht hat daher nationale und internationale Haftbefehle erlassen. Bei den Cum-Ex-Deals wurden Aktien solange hin und her verkauft, bis unklar war, wem die Wertpapiere eigentlich gehören. Daraufhin hat der Staat Kapitalertragssteuer erstattet, die aber vorher gar nicht gezahlt wurde. So entstand ein Steuerschaden in Milliardenhöhe. In Bonn hatte der erste Cum-Ex-Strafprozess stattgefunden.

WD

Weitere Meldungen