Wetterballon verschollen, Daten wieder aufgetaucht

UPDATE: Die Geräte sind wieder da. Am vergangenen Wochenende hat sie jemand unbemerkt auf dem Schulhof deponiert.

Prall gefüllt und mit einem Durchmesser von zwei Metern – so ist der Wetterballon am 29. März über dem Heinrich-Böll-Gymnasium in Troisdorf gen Himmel gestartet. Insgesamt drei Monate lang haben die Schülerinnen und Schüler des Physik-Leistungskurses gemeinsam mit Lehrer Peter Limbach Platinen gelötet und Messgeräte erstellt, die an dem Wetterballon befestigt wurden.

© Heinrich-Böll-Gymnasium Troisdorf

Mit an Board war unter anderem ein Geiger-Müller-Zähler zur Messung der Strahlenbelastung sowie eine Radio-Sonde, eine Kamera und ein GPS-Tracker, der den jungen Forschenden die Position des Ballons übermittelte.  

Zunächst verlief alles nach Plan: Der Ballon ist auf 34 Kilometer aufgestiegen, wie berechnet zerplatzt, sodass die Messgeräte über Bergheim im Rhein-Erft-Kreis zu Boden gingen. Peter Limbach und seine Schüler haben sich daraufhin direkt auf den Weg zu der Stelle gemacht, um die Messgeräte einzusammeln.

Die Geräte sind weg

Am übermittelten Standort stellte sich dann aber heraus, dass die Geräte nicht da sind. „Irgendjemand muss uns zuvorgekommen sein und hat sich wohl gedacht, er könne damit Geld machen“, sagt Lehrer Peter Limbach. Aber weit gefehlt, denn die Geräte sind getrackt und können, sobald der Finder sie in Betrieb nimmt, zu ihm zurückverfolgt werden.

Die Daten sind wieder da

Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Am Mittwoch, den 3. April hat die Schule einen anonymen Brief mit SD-Karten erhalten und es hat sich herausgestellt: Es sind die Aufnahmen und Messdaten aus dem Ballon. „Wir freuen uns wirklich sehr, dass unsere Daten wieder aufgetaucht sind und die Schülerinnen und Schüler jetzt wie geplant ihre Facharbeiten schreiben können“, so Limbach. 

Dennoch: Die vermissten Geräte sind Eigentum der Schule sowie des Forschungszentrums Jülich. Aus diesem Grund wurde eine Strafanzeige bei der Polizei gestellt. Sowohl Limbach als auch seine Schülerinnen und Schüler geben die Hoffnung nicht auf und appellieren an den unbekannten Finder, ihnen ihre Geräte zurückzugeben. 

Hier könnt ihr euch den Weg des Ballons (in Ausschnitten) angucken - spektakuläre Bilder.

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