
Rocky für Jüngere
Die insgesamt sechs Rocky-Filme hatten ihre Höhen und Tiefen. Mit dem sechsten Teil war die Geschichte dann aber spätestens zu Ende erzählt. Was sollte da noch kommen? Na, eine neue Reihe natürlich! In Creed-Rocky`s Legacy tritt Michael B.Jordan in den Boxring. Er mimt den Sohn von Apollo Creed, einst Rocky`s härtester Rivale, später Coach und Freund. Und so ist Creed eine Geschichte vom Sohn, der seinen Vater posthum kennenlernen will (Apollo verstarb in Rocky IV im Kampf gegen Drago).
Creed ist der neue Balboa
Creed ist Rocky für die jüngere Generation. Die Musik ist cooler, die Bilder haben mehr Hochglanz. Die Kämpfe sind immer noch top choreografiert. In manchen Einstellungen hat man das Gefühl, selbst im Ring zu stehen und sich den ein oder anderen Uppercut einzufangen. Die Rocky-Filme waren nie reine Sportlerfilme. Es ging immer auch um Beziehungen. Rocky und Adrian - vll. eine der romantischsten Beziehungen der Kinogeschichte. Auch in Creed und Creed II klappt Rocky seinen Stuhl auf und sitzt vor Adrian`s Grab.
Langsame Übernahme
Rocky Balboa tritt in den Creed-Weitererzählungen als Trainer und Mentor auf. Eine Nebenrolle, die er aber so gut und so emotional spielt, dass er für den Oscar nominiert wurde. Auf die berühmte Trainingssequenz muss man auch nicht verzichten. Und so steckt in den Creed-Filmen noch ganz viel Rocky-Nostalgie. Eine Mischung, die für mich wunderbar funktioniert. Ein dritter Creed-Film ist in der Mache. Diesmal wohl ganz ohne Sylvester/Rocky. Und das ist dann wiederum auch gut so. Die beiden Creed-Weitererzählungen bilden einen würdigen Abschied der Boxlegende Rocky Balboa. (Sky/Amazon Prime Video)