
Ja, manchmal muss man vorsichtig sein… vor allem wenn euch im Internet das schnelle Geld angeboten wird, mit todsicheren Anlagen, mit toller Rendite oder auch die Rettung vor Negativzinsen und Inflation. Passt das wirklich zu einer intelligenten Geldanlage? Die Infos dazu hat Dominik Becker im aktuellen Finanztipp.
Hört sich doch gut an: Ich kann aus meinem Geld ganz ganz schnell, viel viel mehr machen. Dank spezieller Aktien, Kryptowährungen oder Beteiligungen. Oft verbunden mit einem Hinweis auf die Niedrigzinsphase und der deutlich gestiegenen Inflation. Über die sozialen Medien ploppen Anlageangebote auf, mit denen ich hohe Gewinne erzielen kann. Irgendwas aber kann da nicht stimmen. Wie realistisch das alles ist, erklärt euch unser Finanzexperte Maximilian Blusch.
„Generell ist es von Eurer Risikoneigung abhängig. Nur wenn Ihr bereit seid, auch deutliche Verluste in Kauf zu nehmen, sind auch Gewinne von rund zehn Prozent p.a. möglich. Manche Angebote suggerieren hohe Gewinne, ohne ein Risiko einzugehen. Es heißt, die Anlage soll also 100 Prozent sicher sein. Das ist leider unrealistisch. Anlagen sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Betrug, wenn sie zum Beispiel versprechen, Euer Kapital ohne Risiken in kürzester Zeit sogar zu verdoppeln.“
Laut Ermittlungsbehörden (BKA, LKA) steigen die Schäden und die Zahl der Opfer von Anlagebetrug. Vermehrt werden dafür auch Kryptowährungen genutzt, da diese aktuell sehr beliebt und modern sind. Der Erstkontakt erfolgt oft über soziale Netzwerke. Im Anschluss erhaltet Ihr Anrufe von so genannten „professionellen“‘ Tradern, die Euch zu größeren Anlagen bewegen wollen.
„Wir als Kreditinstitut erkennen den Betrug bei unseren Kunden leider meistens erst, wenn das ‚Kind schon in den Brunnen gefallen ist‘.“
Daher hier meine fünf Tipps, um Euch vor Anlagebetrügern zu schützen:
1.) Auf dem Teppich bleiben. Checkt Anlagen, etwa über den Festgeldvergleich Eures Instituts oder der Stiftung Warentest. Misstraut Anlagen, die gleichzeitig außergewöhnlich hohe Zinsen mit 100 Prozent Sicherheit bieten.
2.) Keine Eile. Last Euch nicht von Vermittlern ins Bockshorn jagen die Euch telefonisch oder per Mail zu schnellem Vertragsabschluss drängen.
3.) Warnliste ansehen. Schaut im Netz nach Warnlisten anerkannter Institutionen wie beispielsweise der Stiftung Warentest.
4.) Garantien misstrauen. Garantiert ein Anbieter die komplette Rückzahlung plus Zinsen, bedarf er dazu die Genehmigung der Aufsichtsbehörde (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, BaFin).
5.) Informieren. Sprecht über ein vermeintlich außergewöhnliches Angebot mit Euren Spezialistinnen und Spezialisten bei Sparkasse oder Bank.“
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