
Attentäter von Siegburg zuvor im Visier der Behörden
Der mutmaßliche Attentäter aus dem ICE am Bahnhof Siegburg war bereits seit Längerem im Fokus der Ermittlungsbehörden. Er wurde zwar beobachtet, jedoch nicht als „Person mit Risikopotenzial” eingestuft.
Veröffentlicht: Montag, 25.05.2026 07:58
Bereits 2024 wurde er überprüft, allerdings ohne Ergebnis. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD heißt es, der mutmaßliche Attentäter habe zwei Sprengkörper in Wagen 23 des ICE geworfen. Zuvor hatte er ein selbst verfasstes Manifest an verschiedene Empfänger geschickt. Bei dem Anschlag Anfang April wurden elf Menschen leicht verletzt. Laut der Antwort auf die AfD-Anfrage war der Mann schon vor der Tat wegen Diebstahls, Schwarzfahrens, Bedrohung, Vortäuschung von Straftaten, Betrugs und Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten ins Visier der Behörden geraten. Bei Durchsuchungen fand man bei ihm eine Ausgabe von Hitlers „Mein Kampf” und des Korans. Er sitzt aktuell in Untersuchungshaft.