Bewährungsstrafe für pöbelnden Studenten
Ein Student ist nach einem Ausraster vom Bonner Landgericht zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Gericht sollte prüfen, ob der 29-Jährige vielleicht in einer Psychatrie untergebracht werden muss.
Veröffentlicht: Donnerstag, 22.10.2020 07:14
Der Student für Medienmanagement an der Uni Köln stand am Tag der Abgabefrist für seine Bachelor-Arbeit am Bonner Haupbahnhof und erfuhr, dass alle Züge nach Köln gestrichen worden waren. Da drehte er durch. Er rempelte Passanten an, bespuckte eine Frau und warf eine leere Sektflasche in ein Brauhaus. Außerdem nahm er aus dem Gleisbett einer Haltestelle Steine und warf damit um sich. Er kam in Gewahrsam. Ein psychatrischer Gutachter erklärte vor Gericht, dass er keine Erkrankung bei dem Studenten festellen könne. Deshalb wurde der Student nicht in eine Klinik gebracht, sondern wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung zu 17 Wochen Haft auf Bewährung verurteilt. Der Student konnte seine Bachelor-Arbeit doch noch abgeben, wenn auch mit einem Semester Verspätung. Inzwischen hat er sein Studium erfolgreich abgeschlossen.
DG