Bonn: Prozess gegen Klima-Aktivisten beginnt

Im Mai vergangenen Jahres sollen Klima-Aktivisten der Gruppe "Letzte Generation" die Kerosin-Leitung des Köln/Bonner Flughafens abgedreht haben - heute Nachmittag beginnt am Bonner Amtsgericht ein Prozess gegen die Beiden.

© RBRS / Sebastian Derix

In der Nähe von Bornheim sollen sie das Notabschaltventil der Pipeline ausgelöst und so die Versorgung für den Flughafen unterbrochen haben, teilen die Aktivisten mit. Sie sagen, dass das eher symbolisch gewesen sei, weil zu dem Zeitpunkt kein Kerosin durch die Leitung geflossen sei. Der Protest richtete sich gegen die Bundesregierung, die bis 2030 aus den fossilen Brennstoffen aussteigen soll. Die Anklagen lauten auf Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Störung öffentlicher Betriebe. Reaktionen dazu kamen bereits unter anderem von Fridays und den Parents for Future Bonn. Sie fordern mehr auf den Hintergrund der Aktionen zu achten, also die Bedrohung durch die Klimakrise, anstatt die Aktivisten wie Kriminelle zu behandeln. Sie fordern daher in einer Mitteilung: "Klima schützen statt Klimaschutz-Aktivistinnen und Aktivisten kriminalisieren!"

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