
Der Tierschutzbund hat wohl in mehreren Gesprächen versucht, die Stadt von einer Unfruchtbarmachung der Nutrias zu überzeugen. Wenn die Tiere sterilisiert beziehungsweise kastriert werden würden, dann würde sich nach 2 bis 3 Jahren die Population verringern. Die Stadt hat das Projekt jedoch abgelehnt. Nutrias seien keine Haus- sondern Wildtiere - jeder Kontakt mit Menschen würde Stress bedeuten. Um die Tiere zu kastrieren müssten sie jedoch eingefangen werden und mehrere Tage in medizinischer Versorgung bleiben. Nach Gesprächen mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz habe sich die Stadt also gegen dieses Projekt entschieden. Außerdem würden die Nutrias auch nach einer Kastration weiter das Ökosystem beschädigen. Die Stadt Bonn hatte im September angekündigt, dass die Tiere jetzt mit Lebendfallen gefangen und dann anderorts getötet werden sollen. Unter anderem die Tierschutzorganisation PETA hatte sich dagegengestellt.