
Bonn/Düsseldorf: Lange Haftstrafen für "Rich Kids" gefordert
Die sogenannten Rich Kids hier aus der Region sollen für bis zu 13 Jahre ins Gefängnis. Das hat die Staatsanwaltschaft im Prozess gegen die mutmaßlichen Drogenhändler in Düsseldorf gefordert. Die Angeklagten sind mittlerweile zwischen 34 und 58 Jahre alt. Sie haben gestanden.
Veröffentlicht:
Nach monatelangen Ermittlungen hatte es im März letzten Jahres eine großangelegte Durchsuchungsaktion der Bonner Polizei gegeben, unter anderem in Troisdorf, Sankt Augustin und Bonn, in den Niederlanden und in Spanien. Dabei waren die Verdächtigen festgenommen worden. Ihnen wird Drogenhandel im ganz großen Stil vorgeworfen. Die beiden Hauptangeklagten hätten 2022 eine kriminelle Vereinigung gegründet und mit weiteren Beteiligten Drogen ins Land geschmuggelt: alleine mehrere Hundert Kilogramm Kokain und vier Tonnen Marihuana, sagt die Anklage. Elf Millionen Euro sollen sie damit verdient haben. Einige der jetzt sechs Angeklagten stammen aus wohlhabenden Familien hier im Rheinland, auch ein 45-Jähriger aus Bad Honnef ist dabei. Er soll für elf Jahre, die Hauptangeklagten für zwölfeinhalb, bzw. dreizehn Jahre ins Gefängnis. In der kommenden Woche halten die Verteidiger ihre Plädoyers. Das Urteil soll Mitte des Monats fallen.