
Bonner Handwerk leidet unter Nordbrückensperrung
Das Handwerk in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis behauptet sich in einem schwierigen Umfeld. Hohe Kosten und eine marode Infrastruktur bremsen die Betriebe aber aus. Das zeigt die aktuelle Herbst-Konjunkturumfrage der Handwerkskammer zu Köln. Rund 1.000 Betriebe haben teilgenommen.
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Bonn ist der Negativausreißer
In fast allen Kreisen und kreisfreien Städten des Kammerbezirks liegt das Geschäftsklima bei mindestens 100 Punkten, auch im Rhein-Sieg-Kreis. Nur in Bonn ist es auf 95 Punkte gefallen. Der Grund ist vor allem die Sperrung der Nordbrücke. „Die Ergebnisse [...] zeigen deutlich, welche enorme Belastung der Totalausfall der Bonner Nordbrücke für die Betriebe in der Region bedeutet“, sagt Kammerpräsident Thomas Radermacher. Er fordert, dass Instandhaltung und Neubau wichtiger Brücken bei Bund, Land und Kommunen oberste Priorität bekommen.
Umsätze sinken weniger stark als im Vorjahr
Im gesamten Kammerbezirk bewerten 35 Prozent der Betriebe ihre Lage als gut, 46 Prozent als befriedigend und 19 Prozent als schlecht. Der Geschäftsklimaindex liegt bei 104 Punkten, drei weniger als im Vorjahr. 35 Prozent der Betriebe melden sinkende Umsätze (Vorjahr: 42 Prozent), 24 Prozent steigende. Einen Aufschwung erwartet kaum jemand: Nur 17 Prozent rechnen mit einer besseren Lage im kommenden Halbjahr.