
Bonner Haus der Geschichte: Prozess um Schabowskis Zettel
Am Verwaltungsgericht Köln läuft heute eine Verhandlung gegen das Bonner Haus der Geschichte. Es geht dabei um ein Ausstellungsstück, den Notizettel des DDR-Politikers Schabowski. Der lag vor dem SED-Funktionär, als er am 9. November 1989 bekanntgab, dass eine neue Regel für das Ausreisen aus der DDR "sofort" und "unverzüglich" gelte, damit begann das Ende der Teilung Deutschlands.
Veröffentlicht: Dienstag, 15.02.2022 05:26
Ein Journalist will nun, dass das Museum offenlegt, wie der Kauf dieses Zettels abgelaufen ist. Das Haus der Geschichte hatte den Zettel vor sieben Jahren erworben und dafür 25.000 Euro bezahlt. An wen, ist aber unklar. Schabowskis Witwe hatte damals erzählt, dass sie den Zettel an Bekannte ausgeliehen, aber nie zurückbekommen habe. Der Journalist klagt darauf, dass das Haus der Geschichte bekannt gibt, von wem es den Zettel bekommen hat. Das Museum sagt dazu, der Verkäufer des Zettels habe sich Vertraulichkeit zusichern lassen, man könne den Namen deshalb nicht preisgeben. CM