Bonner Landgericht: 1&1 muss 900.000 Euro Strafe zahlen
Das Telekommunikationsunternehmen 1&1 soll jetzt 900.000 Euro Strafe zahlen, weil es für Unbefugte zu leicht gewesen sei an Kundendaten zu kommen. Das hat das Bonner Landgericht nun entschieden. Damit fällt das Bußgeld wesentlich geringer aus, als vom Bundesdatenschutzbeauftragten verordnet.
Veröffentlicht: Mittwoch, 11.11.2020 14:18
Der hatte 1&1 zu einer Strafe von 9,5 Millionen verdonnert. Laut Urteil liege zwar ein Datenschutzverstoß vor, dieser sei aber zu gering für eine solch hohe Strafe. Außerdem geht das Gericht von einem Einzelfall aus. Eine Frau hatte sich damals an der Kundenhotline für die Ehefrau eines Mannes ausgegeben und war so an seine Handynummer gekommen. Bei der Frau handelte es sich allerdings um die Ex-Partnerin, zu der der Mann keinen Kontakt wollte. Um an die Daten zu kommen, hatte sie lediglich den Namen und das Geburtsdatum des Mannes gebraucht. 1&1 hat darauf reagiert und eine zusätzliche Sicherheitspin eingefügt. Gegen das Urteil können beide Parteien Beschwerde einlegen.
WD