Bonner Landgericht verhandelt erstmals über "Cum-Ex"-Steuerbetrug
Am Bonner Landgericht beginnt bald der erste Prozess um den Steuerbetrug bei so genannten Cum-Ex-Geschäften. Dabei wird bei Aktienverkäufen herumgetrickst, die Aktien werden hin- und her verkauft, bis dem Staat am Ende nicht mehr klar ist, wem die Wertpapiere jetzt überhaupt gehören.
Veröffentlicht: Mittwoch, 17.07.2019 07:51
Dann haben die mutmaßlichen Betrüger vom Staat Steuern für die Verkäufe zurückgefordert, die sie aber gar nicht gezahlt hatten. Das machte beim aktuellen Fall einen Schaden von fast 450 Millionen Euro für die Steuerkasse. Angeklagt sind zwei Briten, denen nun 33facher Steuerbetrug und ein Versuch vorgeworfen werden. Der Prozess dürfte weltweit für Aufmerksamkeit sorgen, weil es der erste seiner Art ist. Der erste Verhandlungstag ist für den 4. September angesetzt.
DG