Bonner Messerstecher verurteilt
Zu siebeneinhalb Jahren Haft hat das Bonner Landgericht jetzt einen Messerstecher verurteilt. Der Mann hat demnach im Mai vergangenen Jahres in Bonn einen Bekannten mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 13.01.2021 05:07
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden Männer aus dem Obdachlosenmilieu damals in der Nähe des Bonner Bristol Hotels zusammen Drogen genommen hatten. Anschließend geschah die Tat. Der vorbestrafte 41-Jährige stach seinem Bekannten unvermittelt von hinten in den Rücken, mit einer rund 15 Zentimeter langen Klinge. Der war daraufhin zu einer Salatbar am Bonner Hauptbahnhof geflohen und hatte sich dort mit einem Freund auf der Personaltoilette versteckt. Aber der 41-Jährige drang in die Toilette ein verletzte das Opfer erneut, dieses Mal mit einem lebensgefährlichen Stich in die Brust. Der 41-Jährige wurde daher wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung schuldig gesprochen. Das Motiv bleibt weiterhin unklar. In seiner Haftzeit soll er auch in einer Entzugsanstalt untergebracht werden. Schafft er den Drogenentzug, könnte er früher auf Bewährung freigelassen werden. CM