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Bonner Nordbrücke bleibt gesperrt - Reaktionen
© Marius Fuhrmann
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Bonner Nordbrücke bleibt gesperrt - Reaktionen

Der Worst Case ist eingetreten - das sagt der ADAC Nordrhein zur Bonner Nordbrücke. Der Automobilclub rechnet vor: Jetzt müssten sich dauerhaft die täglich 100.000 Fahrzeuge, die normalerweise über die Brücke fahren würden, für zwei Jahre auf den Großraum Bonn, den Rhein Sieg Kreis und Köln verteilen. 

Veröffentlicht: Samstag, 20.06.2026 08:28

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Sperrung der Nordbrücke: Unterstützung gefordert

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Den volkswirtschaftlichen Schaden für die Umwege beziffert der ADAC mehr als 170 Millionen Euro jährlich. Der Bonner CDU-Landtagsabgeordnete Nathanael Liminski spricht von einem Ergebnis mit Licht und Schatten. Langfristig herrsche immerhin nun Klarheit, jetzt sei der Bund gefordert, die notwendigen Schritte wirklich mit maximalem Hochdruck voranzutreiben. 

Die Handwerkskammer sorgt sich - ihre Befürchtungen hätten sich leider bestätigt, und das bedeute für alle Handwerker erhebliche Belastungen. Große Umwege, enormer Zeitverlust und gravierende Kosten. Die Handwerkskammer fordert deshalb finanzielle Entlastungen, ebenso wie die IHK Bonn/Rhein-Sieg. Sie sagt, dass auch Branchen wie der Einzelhandel, die Logistik und auch die Gastronomie in dieser Ausnahmesituation besondere Unterstützung bräuchten. Immerhin: Dass die Nordbrücke laut des Bundesverkehrsministeriums Ende 2028 wieder eröffnet werden könne, sei laut der Industrie- und Handelskammer ein erster Silberstreif am Horizont nach dem Nordbrücken-Schock.

Die Bonner SPD fordert angesichts der zweijährigen Sperrung ein Hilfspaket von Land und Bund. Die Bundesstadt Bonn müsse finanziell unterstützt werden, um die Auswirkungen der Sperrung abzufedern. Es gehe nun um ein tragfähiges Verkehrskonzept rund um und in Bonn für die kommenden beiden Jahre. Dabei müssten auch der Neubau des Zentralen Omnibusbahnhofs und die geplante Seilbahn zum Venusberg berücksichtigt werden. Die Grünen aus Bonn und dem Kreis ergänzen: Jetzt müssten besonders der ÖPNV, also Busse und Bahnen, und der Radverkehr gefördert werden. Die Verkehrswende müsse beschleunigt werden, um Pendlerinnen und Pendler nachhaltig zu entlasten. 

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