
Bonner Staatsanwaltschaft klagt Polizisten an
Die Bonner Staatsanwaltschaft hat einen 40-jährigen Polizeibeamten wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Er soll im August 2020 in einer Bonner U-Bahnhaltestelle einen Radfahrer vorsätzlich ins Gleisbett gestoßen haben. Dabei erlitt der 48-jährige Radfahrer wohl eine lebensgefährliche Schädelfraktur, die operiert werden musste.
Veröffentlicht: Donnerstag, 23.09.2021 05:53
Der Polizeibeamte war laut der Anklage zur Zeit des Vorfalls nicht im Dienst. Der Radfahrer fuhr wohl entlang der Sicherheitsmarkierung auf dem Boden am Gleis der U-Bahn-Station. Der 40-Jährige soll sich dem Radfahrer in den Weg gestellt haben, um ihn zu stoppen. Als der Radler dann an ihm vorbei fahren wollte, soll der Beamte seinen rechten Arm so heftig gegen den Oberkörper des Radfahrers gestoßen haben, dass dieser ins Gleisbett stürzte. Als der Beamte sah, wie schwer der Mann verletzt war, holte er gemeinsam mit Passanten Hilfe hinzu. Der Radfahrer hatte wohl 2,6 Promille im Blut. Der Beamte bestreitet, ihn absichtlich geschubst zu haben, es sei ein unglücklicher Unfall gewesen. Der Prozess startet Ende Januar am Bonner Amtsgericht. CM