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Bonn/Euskirchen: Vorwürfe gegen JVA-Mitarbeiter weiten sich aus
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Bonn/Euskirchen: Vorwürfe gegen JVA-Mitarbeiter weiten sich aus

Mehr als 200 Beamte der Bonner Polizei und der Staatsanwaltschaft hatten ja gestern die Justizvollzugsanstalt Euskirchen durchsucht, außerdem die Wohnungen von JVA-Mitarbeitern in der Region. Ihnen wird Bestechlichkeit vorgeworfen - und die Vorwürfe weiten sich jetzt aus.

Veröffentlicht: Donnerstag, 07.05.2026 05:28

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Nach dpa-Informationen sollen die Beschuldigten Häftlingen regelrechte Abos zum Kauf angeboten haben, damit sie zuverlässig vor Kontrollen im Gefängnis gewarnt werden. Und mehr noch: Die Justizmitarbeiter sollen Personen auch falsche Wohnanschriften oder Arbeitsstätten in der Nähe besorgt haben, damit sie überhaupt erst in die JVA Euskirchen kommen und nicht woanders inhaftiert werden. Die Ermittler gehen von einem durchstrukturierten System der Bestechung aus. Die Bonner Staatsanwaltschaft wollte die neuen Vorwürfe zunächst nicht kommentieren. Der Rechtsausschuss des Landtags sollte erst über den Stand der Ermittlungen informiert werden. Die Ermittlungsgruppe "Anstalt" der Bonner Polizei hatte vor der gestrigen Aktion schon monatelang ermittelt. 



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