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"Der Worst-Case ist eingetreten" - Reaktionen zur Nordbrücke
© Marius Fuhrmann
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"Der Worst-Case ist eingetreten" - Reaktionen zur Nordbrücke

Es ist eine schlimme Botschaft für Bonn und die Region – das war die erste Einschätzung des Bonner Oberbürgermeisters Guido Déus zur zweijährigen Sperrung der Nordbrücke für Autos, Lkw und Co. Er will in den kommenden Wochen und Monaten Gespräche mit Bund und Land führen, denn eine Stadt an der Schwelle zum Haushaltssicherungskonzept könne nicht alles alleine bewältigen. Bonn müsse auch mehr als zuvor mit dem Rhein-Sieg-Kreis zusammenarbeiten und zusammenstehen. Das sieht Rhein-Sieg-Landrat Sebastian Schuster ebenso. Man müsse nun gemeinsam bestmögliche Lösungen finden, um die Zeit so gut es geht zu überbrücken, teilte er mit.

Veröffentlicht: Freitag, 19.06.2026 14:34

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Der ADAC rechnet mit 170 Millionen Euro Schaden für die Wirtschaft - pro Jahr

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Der Worst Case ist eingetreten – das sagt der ADAC Nordrhein zur Bonner Nordbrücke. Der Automobilclub rechnet vor: Jetzt müssten sich dauerhaft die täglich 100.000 Fahrzeuge, die normalerweise über die Brücke fahren würden, für zwei Jahre auf den Großraum Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis und Köln verteilen. Den volkswirtschaftlichen Schaden für die Umwege beziffert der ADAC auf mehr als 170 Millionen Euro jährlich. Der Bonner CDU-Landtagsabgeordnete Nathanael Liminski spricht von einem Ergebnis mit Licht und Schatten. Langfristig herrsche immerhin nun Klarheit, jetzt sei der Bund gefordert, die notwendigen Schritte wirklich mit maximalem Hochdruck voranzutreiben.

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Grüne und SPD aus Bonn fordern einen schnelleren Ausbau des ÖPNV und des Radnetzes

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Die Bonner SPD fordert angesichts der zweijährigen Sperrung der linksrheinischen Vorlandbrücke der Nordbrücke ein Hilfspaket von Land und Bund. Die Bundesstadt Bonn müsse finanziell unterstützt werden, um die Auswirkungen der Sperrung abzufedern. Es gehe nun um ein tragfähiges Verkehrskonzept rund um und in Bonn für die kommenden beiden Jahre. Dabei müssten auch der Neubau des Zentralen Omnibusbahnhofs und die geplante Seilbahn zum Venusberg berücksichtigt werden. Die Grünen aus Bonn und dem Kreis ergänzen: Jetzt müssten besonders der ÖPNV, also Busse und Bahnen, und der Radverkehr gefördert werden. Die Verkehrswende müsse beschleunigt werden, um Pendlerinnen und Pendler nachhaltig zu entlasten.

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Die Industrie- und Handelskammer fordert ebenso wie die Handwerkskammer Unterstützung für die Betriebe in Bonn und dem Kreis

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Die Handwerkskammer sorgt sich wegen der dauerhaften Nordbrücken-Sperrung für Autos und Lkw – ihre Befürchtungen hätten sich leider bestätigt, und das bedeute für alle Handwerker erhebliche Belastungen. Große Umwege, enormer Zeitverlust und gravierende Kosten. Die Handwerkskammer fordert deshalb finanzielle Entlastungen, ebenso wie die IHK Bonn/Rhein-Sieg. Sie sagt, dass auch Branchen wie der Einzelhandel, die Logistik und auch die Gastronomie in dieser Ausnahmesituation besondere Unterstützung bräuchten. Immerhin: Dass die Nordbrücke laut des Bundesverkehrsministeriums Ende 2028 wieder eröffnet werden könne, sei laut der Industrie- und Handelskammer ein erster Silberstreif am Horizont nach dem Nordbrücken-Schock.

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