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Digitalen Nachlass regeln
© Sparkasse KölnBonn
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Digitalen Nachlass regeln

Der Finanztipp bei Radio Bonn/Rhein-Sieg wird präsentiert von der Sparkasse KölnBonn.

Veröffentlicht: Mittwoch, 25.05.2022 09:37

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Habt ihr euch mal gefragt, was eigentlich mit unseren Online-Aktivitäten, Konten und Passwörtern passiert, wenn wir uns nicht mehr um unsere Angelegenheiten kümmern können? Online-Einkaufs- und Streaminglisten, Finanzen, die wir per Laptop, Tablet oder Smartphone verwaltet haben, sämtliche Zugangsdaten und Kennwörter. Dominik Becker hat die Infos im aktuellen Finanztipp.

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Da unsere Onlineaktivitäten nicht für jeden zugänglich sein sollen, schützen wir sie mit Passwörtern, die allerdings meist nur uns selbst bekannt sind. Gleichzeitig hat nur ein Drittel der Internetnutzer laut einer Studie ihren digitalen Nachlass geregelt. Passiert Euch etwas, ohne dass die zahlreichen Benutzernamen oder Kennwörter irgendwo hinterlegt sind, kann das für Eure Angehörigen ein echtes Problem werden. Vor allem in Situationen, in denen Ihr Euch nicht um Eure Angelegenheiten kümmern könnt, wie bei schwerer Krankheit oder Unfall. Dazu gehört Finanzielles, wie ein PayPal-Guthaben oder ideelle Werte wie Euer Facebook-Profil. Nur wenn die Zugangscodes den Erbenden bekannt sind, können diese sich auch darum kümmern. oft werden Verträge erst erkannt, wenn plötzlich Mahnungen eintreffen. Unser Finanzexperte Maximilian Blusch hat Tipps, wie Ihr Euren digitalen Nachlass regelt:

1. Liste anlegen

Mit all Euren wichtigen Zugangsdaten insbesondere zu Eurem E-Mail-Konto. Diese Informationen ermöglichen es Euren Angehörigen zum Beispiel kostenpflichtige Abos oder Verträge zu beenden. Denn Verträge enden i. d. R. nicht automatisch mit dem Tod und insbesondere auch Eure Konten in sozialen Medien erlöschen nicht automatisch. Diese Liste muss gut verwahrt werden. Ich habe meine Liste in einem elektronischen Safe meines Kreditinstitutes, der neben meinen Passwörtern auch wichtige Dokumente online aufbewahren kann. Mit einem sogenannten Notfall-Zugriff könnt Ihr ganz einfach vorsorgen und eine oder mehrere Empfangspersonen für den Notfall bestimmen. Ihr könnt auch festlegen, welche Daten im Notfall freigegeben werden.

2. Vollmacht für Vertrauensperson erstellen

Ihr benennt die Person Eures Vertrauens, die sich um Euren digitalen Nachlass kümmern soll. Vermerkt, welche Daten gelöscht, welche Verträge gekündigt werden und was mit Eurem Profil in sozialen Netzwerken geschehen soll. (Entscheidet auch, was mit Computer, Smartphone & Co. und den dort gespeicherten Daten geschehen soll.)

3. Ein Testament verfassen und Euren digitalen Nachlass dort regeln

Dieses muss ebenso alle Zugangsdaten zu E-Mail-Konten und anderen Internet-Diensten enthalten. Hier lässt sich etwa festlegen, dass nur bestimmte Personen Einblick in die Daten erhalten. (Ein digitaler Nachlass ist wie das Erbe von Gegenständen zu behandeln. Damit gehen alle Rechte und Pflichten auf die Erbinnen und Erben über.) Zieht am besten einen Rechtsanwalt oder Notar hinzu.

4. Online-Banking

Mit Bekanntwerden des Todes löscht das Institut der Zugang des Verstorbenen zum Online-Banking. Damit Ihr als Erben und Hinterbliebene oder Bevollmächtigte Zugriff auf die Dokumente im ePostfach oder eSafe (S-Trust) nehmen könnt, benötigt Ihr einen neuen Onlinebanking- Vertrag mit dem Institut (neuer OBV-Legitimationsvertrag).

5. Digitaler Nachlass bei Google und Facebook und Co.

Bislang haben nur wenige Anbieter Regelungen für den digitalen Nachlass erstellt. Schaut dazu in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Dienste oder in den Nutzerbereich.

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Digitaler Nachlass
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Mehr Infos im Netz

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Wie sieht eine Musterliste aus?

Hier oder hier finde ich eine digitale Vollmacht.

Die Sparkasse KölnBonn bitet einen digitalen Tresor.

Und was passiert mit Facebook, Google und Co.?

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