Anzeige
Ein etwas anderer Supermarkt
© RBRS
Alles so schön ordentlich hier
Teilen:

Ein etwas anderer Supermarkt

Wow, das ist hier aber alles sehr akkurat sortiert. Ich bin nach Köln gefahren in die Aachener Straße. Hier gibt es den Go2Market. Der Laden sticht von Aussen nicht sonderlich hervor und drinnen ist es kleiner als ich vermutet hatte. Spannend ist das Konzept aber trotzdem.

Veröffentlicht:

Anzeige

Ein Ort der Marktforschung

Anzeige

Jörg Taubitz (Country-Manager) ist hörbar stolz auf seinen Laden. Bei ihm kann man Dinge kaufen, die zum Teil noch gar nicht offiziell im Handel erhältlich sind. Hier werden neue Produkte angeboten, neue Geschmäcker und Rezepturen. Neue Verpackungsaufmachungen und Verpackungsgrößen. Wer sich bei Go2Market als Produkttester beworben hat erklärt sich bereit, Fragen zu den gekauften Produkten zu beantworten.

Anzeige
Ein etwas anderer Supermarkt
© RBRS
Eine neue Verpackungsgröße wird getestet
Anzeige

Lust auf Neues?

Anzeige

Wer im Go2Market shoppt lernt das Eule-Bier kennen. Ein Bier mit Koffein. Ob das schmeckt? Warum nicht mal ausprobieren? Und was ist das hier? Ein Smoothie für Hunde! Warum nicht? Neben Produktneuheiten, die am Kunden getestet werden gibt es auch Produkte wie dieses. Eine kleine Getränkeverpackung (siehe Foto). Inhalt: Saftkonzentrat. Das Produkt schön in Szene gesetzt. Ein digitaler Bildschirm liefert Infos. Dieses Konzentrat füllt man zuhause mit Wasser auf. Gute Idee. Eine kleinere Verpackung, weniger Müll. Ob das auch beim Kunden ankommt? Oder hier: Pasta aus Insekten. Es ist interessant durch den Markt zu stöbern. Die Kunden hier sind dreimal so lang im Laden wie sonst anderswo im Schnitt, erzählt mir Jörg Taubitz. Kosmetik, Fitnessprodukte, Milchprodukte, Waschmittel, Grillsaucen....regelmäßig werden Produkte ausgetauscht. Die Bestsellerhaben eine Art Siegerpodest.

Anzeige
Ein etwas anderer Supermarkt
© RBRS
Die Bestseller
Anzeige

Das andere Einkaufserlebnis

Anzeige

Es geht im Go2Market nicht nur um die Produkte. Auch neue Beleuchtungsmöglichkeiten werden ausprobiert. Neue Regale auf denen sich Artikel präsentieren wie auf einem Laufsteg. Displays stehen oder hängen daneben mit Informationen zum Produkt oder zur Handhabe. Dieses Produkt ist bereits im Handel erhältlich? Wo, zeigt der Bildschirm an.Plötzlich stehe ich unter einer Sounddusche. Bestimmte, auf jeweilige Produkte abgestimmte Soundeffekte werden eingespielt. Sie sollen das Kaufverhalten beeinflussen. Und apropos Kaufverhalten. Kameras registrieren, vor welchen Artikeln ich mich wie lange aufhalte und was ich in meinen Korb lege. Das Smartphone ist hier mein fester Begleiter. Dazu die Go2Market App. Hiermit lässt sich jeder Artikel schon während des Einkaufs scannen. Das spart die Kasse am Ausgang.

Anzeige
Ein etwas anderer Supermarkt
© RBRS
Anzeige

Das Konzept

Anzeige

Wer Mitglied werden will schließt ein befristetes Abo ab.Dafür zahlt mal einen Monatsbeitrag. Im Quartalsabo sind rund 17 Euro pro Monat fällig. Dafür erhalte ich aber ein Budget von monatlich 55 Euro. Dieses Budget kann ich durch die Beantwortung von Fragen zum Produkten noch aufstocken. Die 55 Euro dürfen nicht überschritten werden. Das ist das Maximum. "Wir wollen den Kunden dazu bringen, bewusste Kaufentscheidungen zu treffen", erzählt mir Jörg Taubitz. Und noch eine Regel gilt es zu beachten. Jeden Artikel darf ich nur einmal kaufen. Ich war vor meinem Besuch neugierig und bin ich auch danach. Ich nehme mir vor, mich zu registrieren. Ich muss allerdings damit rechnen, zunächst auf einer Warteliste zu landen. Das Interesse ist groß - der Zugang begrenzt.

LINKTIPP: Go2Market

Anzeige

Meine Erfahrung

Anzeige

Ein halbes Jahr bin ich jetzt fast Mitglied. Mein Halbjahres-Abo hat fast 90 Euro gekostet. Dafür war ich für mindestens 55 Euro pro Monat einkaufen. In der Spitze habe ich durch Teilnahme an den Umfragen in einem Monat sogar über 20 Euro zusätzliches Einkaufsgeld bekommen. Ich war einmal im Monat im Laden. Bei jedem Besuch gab es wieder ein paar neue Produkte im Sortiment. Mit den meisten Produkten, die ich in den letzten Monaten gekauft habe war ich zufrieden. Ein paar einzelne Neuentdeckungen habe ich auch gemacht. Produkte, die mir so gar nicht zusagten waren die Ausnahme. Weil auch die digitale Abwicklung (Einkauf, Bezahlung, Umfragen) über die App reibungslos funktionierte sehe ich das kleine Experiment als vollen Erfolg an. Ich werde mich noch einmal für ein Halbjahres-Abo bewerben.

Anzeige
Anzeige
Anzeige