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Ein halbes Jahr nach der Flut
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Ein halbes Jahr nach der Flut

Sechs Monate ist es jetzt her, dass die Flutkatastrophe Teile des RBRS-Landes getroffen hat. Wir gucken wie es vor Ort aussieht und wie es den Betroffenen geht.

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Die betroffenen Gemeindeverwaltungen haben in den letzten Monaten vor allem Grundversorgung betrieben. In Rheinbach wurden z.B. 150 Personen bei der Suche nach Wohnungen unterstützt und mehrere Mobilheime und Wohnwagen für die Betroffenen organisiert. Außerdem wurden in allen Gebieten Heizmöglichkeiten für die Betroffenen organisiert.

In 2022 geht es jetzt eher um Baustellen: In Rheinbach wird z.B. gerade eine neue Brücke am Stadtpark gebaut. In Swisttal wird im Februar der Wiederaufbauplan in den politischen Gremien diskutiert, so dass im Sommer erste sichtbare große Baumaßnahmen starten könnten.

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Swisttal-Heimerzheim: Die Wunder-Eheringe

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Es geht um ein Paar schmale goldene Ringe. Die gehörten mal den Eltern von Frank Knepper aus Heimerzheim. Nach deren Tod hatte er die Ringe in einem Briefumschlag voller Erinnerungsstücke aufbewahrt. Bei der Flutkatastrophe sind die aber vermutlich weggeschwemmt worden. Das Erdgeschoss war komplett überflutet worden.

Die Ringe landeten dann in einem Berg voller Flutmüll, ohne das Frank Knepper so richtig weiß, dass sie weg sind. Aber der Zufall hilft: Ein Polizist findet die Ringe während er Plünderer kontrolliert und gibt sie erstmal bei der Polizei Euskirchen ab. Von da aus gelangen die Ringe ins Swisttaler Fundbüro.

Über einen Social Media-Post werden Frank Knepper und seine Schwester dann auf die Ringe aufmerksam und kontaktieren das Fundbüro. Inzwischen haben die beiden die Ringe der Eltern wieder abholen können.

Was genau jetzt mit den Ringen passiert, da hat sich Frank Knepper noch nicht entgültig entschieden. Die ersten Tage hat er sie aber erstmal selbst getragen.

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Ein halbes Jahr nach der Flut

© Frank Knepper

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© Frank Knepper

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© Frank Knepper

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Der "globalgalaktische" Infopoint in Swisttal-Odendorf

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Fast komplett ehrenamtlich wird seit der Flut mitten in Odendorf ein Infopunkt gestemmt. Organisiert von Kai Imsande und Freiwilligen. Es gibt Essen, Ansprechpartner oder Werkzeuge zum Ausleihen. Und das soll auch 2022 so weitergehen, denn Bedarf gibt es in Odendorf genug.

Der Wiederaufbau im Ort läuft, an vielen Stellen sieht man kaum noch was die Flut angerichtet hat. Hinter den Fassaden ist aber oft noch Rohbau, erzählt Kai Imsande. Viele sind froh, dass 2021 vorbei ist. Auch wenn es durchaus gute Momente gab: Die vielen Freiwilligen, die aus ganz Deutschland nach Odendorf kamen und kommen zum Beispiel. Aber es bleibt holprig: Demnächst Handwerker für alle zu finden, könnte eng werden, vermutet Imsande.

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Wohnungssuche in Rheinbach

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Direkt neben dem Gräbbach lag die Wohnung von Manuela Enders. Eigentlich eine schöne Lage auf dem Gelände des Schützenhauses. Bis der Gräbbach über die Ufer trat und Wohnung und Schützenheim überflutete. Inzwischen ist die Wohnung im Rohbau, ob sie Manuela Enders mit ihren beiden Töchten da aber wieder einziehen kann, ist unklar. Deshalb ist das Projekt für 2022 die Suche nach einer neuen Wohnung. Aktuell aber sehr sehr schwierig. Trotzdem hofft sie im neuen Jahr neu ankommen zu können. Und dann soll auch das Lichtblicke-Spendengeld, das die Familie bekommen hat, endlich tun wofür es aufbewahrt wird: Den beiden Mädchen neue Zimmereinrichtung zu kaufen.

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© Manuela Enders

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© Manuela Enders

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© Manuela Enders

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© Manuela Enders

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